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Unterhaltung aktuell

Daniel Küblböck: Jetzt meldet sich sein Vater zu Wort

KURIER-Logo KURIER 14.09.2018 elisabeth.spitzer

"Ich setzte alles daran, Daniels Reise zu verhindern", so Günther Küblböck.

© pps.at

Dianiel Küblböcks Sprung vom Kreuzschiff "AIDAluna" in den Atlantik am 9. September gibt nach wie vor Rätsel auf. Nun veröffentlichte sein Vater Daniel Küblböck einen offenen Brief auf der Webseite daniel-kueblboeck.de  seines Sohnes, "um mit ein paar Spekulationen aufzuräumen."

"Daniel war nicht depressiv"

"Die Tragödie und alles was in den letzten Wochen geschehen ist, beschäftigt die ganze Familie und enge Freunde sehr und macht unendlich traurig", schreibt Günther Küblböck, der dennoch davon ausgeht, dass sein Sohn nicht geplant habe, sein Leben zu beenden.

"Daniel war nicht depressiv, aber er hatte seit kurzem psychische Probleme, die man wohl am Besten mit einer Art Psychose beschreiben kann. Ich kann für mich zu hundert Prozent ausschließen, dass Daniel einen Selbstmord geplant oder vor hatte sein Leben zu beenden", berichtet Küblböcks Vater in seinem Statement. "Dies kann er nur in einem Ausnahmezustand getan haben, ohne sich wirklich im Klaren darüber zu sein, was er tut und welche Folgen das haben wird."

© APA/dpa/Henning Kaiser/APA/DPA/Henning Kaiser

Daniels psychischer Zustand habe der Familie in den vergangenen Wochen große Sorgen bereitet, so Günther Küblböck.

"Wir haben uns durch seine plötzliche Wesensveränderung, die sich in den letzten Wochen in vielen Facetten gezeigt hat, große Sorgen gemacht und so habe ich alles daran gesetzt, diese Reise zu verhindern", erklärt sein Vater. "Durch die schwierige Gesetzeslage in Deutschland war es jedoch, nach Auskunft der AIDA Gesellschaft, nicht möglich, ihm die gebuchte Reise zu verwehren. Ich hatte daher schon im Vorfeld die Verantwortlichen des Schiffes darum gebeten, ein besonderes Auge auf Daniel zu haben."

Rolle als Frau

Günther Küblböck erzählt, dass der ehemalige DSDS-Kandidat zuletzt den Wunsch hegte, als Frau wahrgenommen zu werden – was in der Vergangenheit nie der Fall gewesen sei.

"Auffällig für uns war, dass sich sein Zustand massiv mit der intensiven Vorbereitung auf die Frauenrolle, die er zu seinem Abschlusstück an der Schauspielschule spielen sollte, verändert hat", so der 54-Jährige. "Daniel hat diese Ausbildung sehr ernst genommen und er hatte sehr viele Pläne für die Zeit nach dem Studium, welches er in diesem Jahr noch als staatlich anerkannter Schauspieler beenden wollte."

  Zuletzt war ein angebliches Facebookposting von Daniel Küblböck aufgetaucht, in dem er erzählte, auf der Schauspielschule, die er seit 2015 besuchte, gemobbt worden und von der Abschlussaufführung seiner Klasse ausgeschlossen worden zu sein. Anschuldigungen, das Institut jedoch dementierte (dazu mehr).

"Die Familie, Eltern, Stiefmutter, Adoptivmutter und enge Freunde waren zu jeder Zeit für Daniel da und haben alles versucht ihm zu helfen und ihm auch die nötige Hilfe zukommen zu lassen", versichert Küblböcks Vater und kündigt abschließend an: "Wenn alle Fakten der AIDAluna und der ermittelnden Polizei vorliegen, werden wir uns hier nochmals zu Wort melden“.

Wer Selbstmordgedanken hat, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits das Sprechen über die Gedanken dabei, sie zumindest vorübergehend auszuräumen. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist, kann sich an die Telefonseelsorge wenden: Sie bietet schnelle erste Hilfe an und vermittelt Ärzte, Beratungsstellen oder Kliniken. Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person von Depressionen betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefon-Seelsorge in Österreich kostenlos unter der Rufnummer 142.

www.suizid-praevention.gv.at

Das neue österreichische Suizidpräventionsportal www.suizid-praevention.gv.atbietet Informationen zu Hilfsangeboten für drei Zielgruppen: Personen mit Suizidgedanken, Personen, die sich diesbezüglich Sorgen um andere machen, und Personen, die nahestehende Menschen durch Suizid verloren haben. Das Portal ist Teil des österreichischen Suizidpräventionsprogramms SUPRA des Gesundheitsministeriums.

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