Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Unterhaltung aktuell

Karl-Lagerfeld-Erbe: Seine Nichte erwartet nichts

KURIER-Logo KURIER 14.03.2019 elisabeth.spitzer

Karl Lagerfeld hinterlässt ein Erbe von geschätzten 400 Millionen Euro. Seine leibliche Familie bekommt offenbar keinen Cent.

© AP/Jacques Brinon

Am 19. Februar verstarb Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Er hinterlässt ein Vermögen von geschätzten 400 Millionen Euro. Wer einen Teil davon erbt, ist bislang nicht bekannt. Lagerfelds leibliche Familie gehört aber offenbar nicht zu den Erben.

Lagerfeld-Verwandtschaft in den USA erwartet nichts vom Erbe

Lagerfelds Schwester Christiane Johnson war 1957 in die USA ausgewandert. 2015 starb sie im Alter von 84 Jahren. Davor herrschte 40 Jahre lang Funkstille zwischen den Geschwistern. Als Christiane starb, war es ihr ausdrücklicher Wunsch, dass Lagerfeld nicht in der Traueranzeige erwähnt wird, verrät Pastorin Beth Anderson aus Johnsons ehemaliger Kirchengemeinde in Connecticut der Zeitschrift Gala.

"Sie hat nie über ihren Bruder gesprochen", sagt auch Floy Berentsen, eine Freundin von Lagerfelds Schwester.

Drei von Johnsons Kinder leben noch, doch auch zu ihnen hatte Lagerfeld keinen Kontakt. Der Modeschöpfer selbst hatte sich zu Lebzeiten beschwert: "Ihre Kinder haben mir nie eine Weihnachtskarte geschickt."

Johnsons Tochter Caroline Wilcox, Karl Lagerfelds Nichte, ist sich sicher, dass Lagerfelds Verwandtschaft im Testament nicht berücksichtigt sein dürfte.

"Wir kannten Karl nicht wirklich. Daher erwarten wir auch nichts", erklärte sie gegenüber der Gala.

Zu seinen Freunden und Patenkindern hatte der Modemacher ein weitaus innigeres Verhältnis. Es wird spekuliert, dass sein zwölfjähriger Patensohn Hudson Kroenig einen Teil des Vermögens erben könnte. Der Bub ist der Sohn von Männermodel Brad Kroenig und dessen Frau Nicole, denen Lagerfeld nahestand.

Lagerfeld mit seinem Patensohn Brad Kroenig. © APA/AFP/PATRICK KOVARIK Lagerfeld mit seinem Patensohn Brad Kroenig.

"Ich sehe sie wie eine Familie", sagte Lagerfeld einmal über die Kroenigs.

Offenbar wollte der Modemacher sicherstellen, dass auch sein Personal großzügig bedacht wird. "Ich lege auch Wert darauf, dass Leute, die ihr Leben lang mit mir gearbeitet haben, danach niemals mehr mit einem anderen Menschen arbeiten müssen. Das sollen die nicht nötig haben, das fände ich irgendwie unangenehm, auch für mich", hatte er einmal gesagt.

Auch Lagerfelds Katze Choupette soll es nach Karl Lagerfelds Tod an nichts mangeln, wie der Chanel-Chef zu Lebzeiten verriet: "Wenn mir etwas zustößt, wird die Person, die sich um sie kümmern muss, keine Not leiden."

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von KURIER

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon