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Die Bundesliga im ORF: Ein Schulterschluss in Schräglage

KURIER-Logo KURIER 22.05.2020 andreas.heidenreich

Zahlende Sky-Kunden sind ebenso verärgert wie Klubs, deren Spiele weniger oft ins Bild gerückt werden.

© T. Kizilkaya/istockphoto.com

Wie vom KURIER bereits am 10. Mai angekündigt, kehrt die österreichische Fußball-Bundesliga ins Free-TV zurück. Der ORF hat sich bei Rechteinhaber Sky ein Paket mit 15 Livespielen gesichert.

Zehn Partien aus der Meistergruppe und fünf weitere aus der Qualifikationsgruppe werden ab 2. Juni übertragen. Der Öffentlich Rechtliche Rundfunk dürfte dabei trotz seiner knapp 600 Kurzarbeiter die Schatztruhe geöffnet und über fünf Millionen Euro an Sky überwiesen haben.

Einen „ Schulterschluss“ nennt dies die Bundesliga, um in Zeiten der Geisterspiele den Fußball möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Ob bei diesem Schulterschluss auch wirklich alle in den Arm genommen wurden?

Rechtfertigung

Sky jedenfalls muss sich nun der Kritik seiner bestehenden Kunden stellen. 2018 war es, als der Bezahlsender den Deal mit der tipico-Bundesliga bis 2022 bejubelt hat. Damals hieß es in einer Aussendung: „In diesem Zeitraum wird Sky alle Spiele live und exklusiv übertragen.“

Bereits zwei Jahre später ist es mit der Exklusivität vorbei, fragen sich viele Abonnenten, wozu sie nun bezahlen. Seitens Sky argumentiert man: „Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Damit in dieser herausfordernden Situation möglichst viele Fans in den Genuss von Live-Fußball kommen, kommt es zu dieser Sublizensierung.“

Außergewöhnlich ist auch die Auswahl der verkauften Spiele, die wiederum der ORF vorgenommen hat. In der Meisterrunde, etwa zum Auftakt gegen Salzburg am 3. Juni, wird fünf Mal Rapid zu sehen sein. Sturm Graz oder etwa Hartberg indes kein einziges Mal. Da kommt der bekannt gute Draht zwischen Hütteldorf und dem Küniglberg zum Tragen. Rapid und der ORF befinden sich seit 2018 in einer Partnerschaft.

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