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Blick hinter die Kulissen: „Bares für Rares”-Kandidat: Eine Sache ist nur vorgetäuscht

EXPRESS-Logo EXPRESS 07.12.2018 express
„Stammbesetzung“ der „Bares für Rares“-Händler (v. li.): Wolfgang Pauritsch, Susanne Steiger, Fabian Kahl, Ludwig „Lucki“ Hofmaier und Walter „Waldi“ Lehnertz. © ZDF und Frank Hempel „Stammbesetzung“ der „Bares für Rares“-Händler (v. li.): Wolfgang Pauritsch, Susanne Steiger, Fabian Kahl, Ludwig „Lucki“ Hofmaier und Walter „Waldi“ Lehnertz.

Viele Gerüchte ranken sich um das ZDF-Erfolgsformat. Ein Kandidat packt aus.

Sie ist derzeit die beliebteste Trödelshow im deutschen Fernsehen: „Bares für Rares” im ZDF. Viele Gerüchte ranken sich über das Erfolgsformat, das täglich mehr als drei Millionen Menschen schauen. Nun erklärt ein Kandidat, wie die Show wirklich abläuft.

Christian Jüttner aus Bad Kreuznach wollte im TV sein edles Silber-Set verkaufen, erklärte er der „Allgemeinen Zeitung”. Doch während es im TV so wirkt, als würden die Kandidaten mehr oder weniger spontan im Studio aufkreuzen, um den Wert ihrer Schätze zu ermitteln, ist in Wirklichkeit ein monatelanger Vorgang. 

Er füllte erst einen Fragebogen vom ZDF aus. Die wollten dort alles ganz genau wissen, sagt er: wo das Silber-Set herkommt, welchen Preis er dafür möchte. Auch Fotos wollten sie haben.

Doch es verging anschließend beinahe ein halbes Jahr, bis Jüttner von Hallgarten nach Pulheim ins Walzwerk eingeladen wurde. Es gab eine kostenlose Nacht in einem Hotel im Industriegebiet, morgens um 8 Uhr ging es dann los. Vier Stunden musste Jüttner von Drehort zu Drehort tingeln, der Clip im TV dauert keine zehn Minuten.

Experte schätzt das Set auf 1.000 Euro

Bei der Expertise redete Jüttner dann zunächst mit Albert Maier, später kam Horst Lichter ins Scheinwerferlicht. Der Experte schätzte den Wert des Silber-Sets auf 1.000 Euro, Jüttners Wunschpreis. Dann bekam er die berühmte Händlerkarte.

Doch schnell wurde ihm klar: die Karte hat keinen wirklichen Zweck und ist nur ein Element für die TV-Zuschauer. „Dann bin ich zwei Schritte gegangen und schon hat mir ein junger Mann die Karte wieder abgenommen“, erklärt Jüttner.

Weg war die Karte. Doch nur hinter der Kamera, denn in die Händlerrunde ging es natürlich trotzdem. Doch zunächst musste er immer wieder Fragen in die Kamera beantworten. Und musste so tun, als sei er gerade eben ins Walzwerk gekommen. 

Kandidaten werden vor Händlerrunde heiß gemacht

Vor der Händlerrunde wurden er und die elf anderen Kandidaten plötzlich auch noch einmal richtig heiß gemacht, sagt Jüttner. Man solle nicht zu schnell verkaufen, wurde den Kandidaten gesagt. Paroli solle man auch bieten. Und natürlich den Preis hochtreiben. 

Ein langer Drehtag für den Kandidaten – der sich jedoch am Ende gelohnt hatte. Er bekam 850 Euro für sein Set. Davon will er sich nun eine Augen-OP finanzieren lassen. 

(mg)

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