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Amazonas: Stamm durch Rodung bedroht

Aktivisten sind seltene Aufnahmen von Mitgliedern des indigenen Awa Stammes gelungen, der abseits der Zivilisation im brasilianischen Amazonasgebiet lebt. Holzfäller nähern sich dem traditionellen Jagdgebiet des Stammes. Mit dem Video wollen die Aktivisten der Organisation Mídia Índia auf die wachsende Bedrohung für den Stamm durch die Waldrodung aufmerksam machen. Flay Guajajara, Mitglied des Guajajara-Stammes, hat die Aufnahmen gemacht: "Der Stamm der Awa ist ein Volk, das bislang keinen Kontakt zur Zivilisation hatte. Sie gehören zu einem Volk, das verfolgt wurde, sie wurden von vielen Seiten bedroht, von Holzfällern, von Jägern, Fischern und Bauern. Das haben uns schon unsere Großeltern erzählt, dass es dort Menschen gibt, die unseren Schutz brauchen, dass sie den Wald brauchen und dass wir alle den Wald brauchen." Nach Angaben von Umweltschützern nähern sich Holzfäller dem traditionellen Jagdgebiet des Stammes. Sie sagen, dass landwirtschaftliche Großbetriebe in der Region durch die wirtschaftsfreundlichen Botschaften des rechtspopulistischen Präsidenten Jair Bolsonaro zur Rodung ermutigt würden. Bolsonaro hatte angekündigt, Schutzzonen im Amazonasgebiet für Bergbau und Rinderzucht öffnen zu wollen. Laut der brasilianischen Behörde "National Institute for Space Research"stieg die Abholzung im größten tropischen Regenwald der Welt im Juni um mehr als 88 Prozent gegenüber der des Vorjahres.
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