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Griechenlands Wirtschaft wächst, doch die private Verschuldung ist hoch

Nach etlichen drastischen Sparmaßnahmen geht es für Griechenland wieder langsam bergauf. Die Wirtschaft wächst wieder . Die Arbeitslosigkeit ist gesunken. Vor einem Monat hat die Regierung es sogar geschafft, eine Reihe von Hilfsmaßnahmen für die Bürger vorzuschlagen. Ministerpräsident Alexis Tsipras blickt zuversichtlich in die Zukunft: "Es handelt sich dabei um ein Paket von gezielten und lang geplanten Maßnahmen. Diese sollen die Wachstumsaussichten in den kommenden Jahren verbessern, um den Großteil der Bevölkerung sofort zu entlasten." Investoren kommen zurück Griechenland ist auf die internationalen Märkte zurückgekehrt. Es kann sich nicht nur selbst finanzieren, es hat sich auch zu einem Paradies für Investoren entwickelt. Fondsmanager sagt Pantelis Papadopoulos registriert wieder Wachstum: "Die griechischen Vermögenswerte hatten in den vergangenen acht bis neun Jahren mit historischen Tiefstständen zu kämpfen. In fast allen Branchen sind die Preise gesunken: Logistik, Waren, Immobilien, vor allem aber die Börse. Jetzt können wir beobachten, wie das Kapital wieder zurückkommt." Ist Griechenland also eine Erfolgsgeschichte? Es bleibt abzuwarten. Die Ergebnisse belegen, dass das Land die Wirtschaftskrise und die Rettungsaktionen hinter sich gelassen hat. Aber die Vergangenheit belastet die Menschen immer noch. Am schlimmsten empfanden viele die hohen Steuern. Um die Staatskassen zu füllen, wurden die Griechen zur Kasse gebeten. Steuerberater Kostas Sfakakis sagt, dass die durchschnittliche griechische Familie in den vergangenen zehn Jahren Steuer- und Beitragserhöhungen von mehr als 35% hätte aushalten müssen. Sie würden nur direkte und indirekte Steuern zahlen - es sei so wie in skandinavischen Ländern, nur, dass die Menschen in Griechenland nicht die entsprechenden Sozialleistungen genießen könnten. Private Verschuldung hoch Tausende Haushalte haben hohe Schulden. Die private Verschuldung ist während der Krise von 66 auf 137% des Bruttoinlandprodukts gestiegen. Anwälte für Schuldenberatungen bekommen jeden Tag Dutzende Anfragen von Bürgern, die um Hilfe bitten. Der Rechtsberater Stratis Nikolakeas sagt: "Zwei Drittel der privaten Schulden stammen hauptsächlich von Menschen, die miterleben mussten, wie ihre Rente oder ihr Gehalt um 40-50% gesunken ist. Oder noch schlimmer, sie sind arbeitslos geworden. Viele Paare in Griechenland sahen sich mit Langzeitarbeitslosigkeit konfrontiert. Viele von ihnen mussten von ihren pensionierten Eltern unterstützt werden." Das Ende des Rettungsplans ist ein Erfolg auf dem Papier, für die Menschen in Griechenland ändert das erstmal wenig, viele werden noch jahrelang Schulden zurückzahlen müssen.

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