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Knappes Rennen bei Wahl in Israel - Likud und Blau-Weiß gleichauf

Nach der Schließung der Wahllokale zeichnet sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem scheidenden Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu und seinem Gegner Benny Gantz ab. Dessen Mitte-Links-Lager besteht aus dem Bündnis Blau-Weiß, der Arbeitspartei, der Demokratischen Union und den arabischen Parteien. Netanyahu versammelt hinter sich neben dem konservativen Likud die Jamina-Partei und die strengreligiösen Parteien. So wie es aussieht, käme kein Lager auf eine komfortable Mehrheit. Die Wahlbeteiligung war diesmal höher als vor vier Monaten. Wer mit wem? Für eine Regierungsmehrheit sind mindestens 61 von 120 Mandaten im Parlament notwendig. Rechnerisch möglich ist auch eine große Koalition von Likud und Blau-Weiß. Allerdings hatte Netanjahu im Wahlkampf betont, er strebe eine rechts-religiöse Koalition an. Warum Neuwahlen? Israel hatt erst im April gewählt. Der neue Urnengang wurde allerdings nötig, weil die ultrarechte Partei Israel Beitenu Netanjahu ihre Unterstützung verweigert hatte. Darüber hinaus sind die Korruptionsvorwürfe gegen den scheidenden Ministerpräsidenten nicht vom Tisch. Nach einer Anhörung im Oktober droht Netanjahu eine Anklage in drei Korruptionsfällen. Mit Unterstützung einer rechts-religiösen Koalition könnte er versuchen wollen, sich im Parlament Immunität vor Strafverfolgung zu sichern.

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