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Seenotrettung: "Können das Sterben der Flüchtlinge im Mittelmeer nicht hinnehmen"

Die Hilfsorganisationen "SOS Méditerranée" und "Ärzte ohne Grenzen" nehmen die Seenotrettung auf dem Mittelmeer wieder auf. Als professionelle Seenotretter könne man das Sterben dort nicht mehr hinnehmen, hieß es von "SOS Méditerranée". Das neue Rettungsschiff "Ocean Viking" ist nach Angaben der Organisationen auf dem Weg in Richtung Mittelmeer, es soll Ende des Monats dort die Seenotrettung aufnehmen. Laut "Ärzte ohne Grenzen" kann es bis zu 200 Gerettete an Bord nehmen. Das Vorgängerschiff "Aquarius" hatte nach Druck Italiens 2018 die Suche im Mittelmeer einstellen müssen. Italiens Innenminister Matteo Salvini ging in einer Twitter-Nachricht mit anderen EU-Staaten hart ins Gericht: "Italien ist nicht mehr in der Lage, alle Einwanderer, die nach Europa kommen, aufzunehmen. Frankreich und Deutschland können nicht einfach eine Migrationspolitik machen, die die Forderungen der am stärksten gefährdeten Länder wie uns und Malta ignoriert". Den Hilfsorganisationen schrieb er: "Seid gewarnt! Keine Landung in Italien!" Diese Warnung schlagen "SOS Méditerranée" und "Ärzte ohne Grenzen" jedoch in den Wind - angesichts von 682 Migranten, die in diesem jahr bis zum 12. Juli im Mittelmeer nachweislich ums Leben kamen. Die tatsächliche Opferzahl dürfte weit höher liegen. Mit der "Ocean Viking" haben die Organisationen ein zur Seenotrettung bestens geeignetes Schiff losgeschickt. Die 69 Meter lange "Ocean Viking" wurde 1986 für die Notfallrettung auf Ölplattformen konzipiert. Das Schiff ist mit Rettungsbooten und einer Klinik ausgestattet. Das unter norwegischer Flagge fahrende Schiff mit 31 Besatzungsmitgliedern wird im zentralen Mittelmeer kreuzen. Dort gibt es die meisten Notrufe.

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