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Supertanker mit iranischem Öl soll noch Sonntag Gibraltar verlassen

Im internationalen Streit um einen Superanker mit iranischem Öl an Bord deutet sich eine Niederlage für die USA an. Die Regierung von Gibraltar lehnte es ab, den Tanker zu beschlagnahmen. Das hatte ein Bundesgericht in Washington verlangt. Zur Begründung hieß es: Gibraltar müsse sich an europäisches Recht halte - dort gebe es keine Grundlage, das Schiff festzuhalten. Der Frachter soll jetzt so schnell wie möglich wieder in See stechen, teilte der Botscchafter des Iran in London mit.Der Tanker liegt seit über einem Monat fest. Die Behörden in Gibraltar und die britische Royal Navy hatten ihn am 4. Juli gestoppt. Sie hatten den Verdacht, dass mit dem Tanker illegal Öl nach Syrien gebracht werden sollte. Das britische Außenministerium teilte mit, der Iran müsse sich nun an seine Zusicherung halten, die Ladung nicht nach Syrien zu bringen - alles andere wäre ein Verstoß gegen EU-Sanktionen. Das US-Justizministerium begründete die verlangte Beschlagnahmung in einer Mitteilung mit mutmaßlichen Verstößen gegen US-Sanktionen, Geldwäschegesetze und Terrorismusstatuten. Das Gericht verfügte auchdie Beschlagnahmung des Öls an Bord des Tankers und von knapp einer Million Dollar Bankvermögen einer Briefkastenfirma, die Verbindungenzum Schiff haben soll. Die Staatsanwaltschaft erklärte, das Schiff sei Teil eines Plans der iranischen Revolutionsgarden zur Unterstützung illegaler Lieferungen des Irans an Syrien. Der Kapitän und weitere Mitglieder der Besatzung wurden vorübergehend festgenommen, kamen aber wieder auf freien Fuß. Teheran drohte mit Vergeltung und bestellte mehrmals den britischen Botschafter ein. Der Iran habe schließlich eingelenkt und das Ziel des Tankers geändert, teilte Gibraltars Regierung mit. Teheran bestand dagegen darauf, das Öl sei niemals für Syrien bestimmt gewesen. Seit Monaten schwelt ein Streit zwischen dem Iran und mehreren westlichen Staaten, allen voran den USA, der auch auf internationalen Schifffahrtswegen ausgetragen wird. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte die Revolutionsgarden im April als ausländische Terrororganisation eingestuft. Die USA haben zudem harte Sanktionen gegen den Iran verhängt, die vor allem auf den Ölsektor des Landes abzielen. Nur zwei Wochen nach dem Festsetzen des Supertankers stoppten die iranischen Revolutionsgarden in der Straße von Hormus den britischen Öltanker "Stena Impero". Zur Begründung hieß es, das Schiff habe internationale Regeln der Seefahrt nicht eingehalten, sein GPS-System ausgeschaltet und umweltschädigende Materialien an Bord. Einen vom Iran vorgeschlagenen Austausch der beiden Tanker lehnte die neue britische Regierung ab.

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