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Wahlen in der Urkaine - ein Land zwischen EU, Russland und dem Krieg im Donbass

Die Ukrainer wählen heute ein neues Parlament. Bei dem vorgezogenen Urnengang dürfte , die Partei von Präsident Wolodymyr Selenskyj "Sluha Narodu" - zu deutsch "Diener des Volkes" - den größten Stimmenanteil bekommen. Der Berufskomiker Selenskyj war im Mai Präsident geworden. Er hatte die Wahlen vorgezogen, weil das Parlament in Kiew bislang von seinen Gegnern dominiert wird. Selenskyjs Partei will einen prowestlichen Kurs fortsetzen, und den Beitritt der Ukraine zu EU und Nato umzusetzen. Geplant sind wirtschaftliche Reformen und ein stärkerer Kampf gegen Korruption. Die Partei "Holos" - zu Deutsch "Stimme" - , angeführt von Rockstar Sviatoslaw Vakartchuk, gilt als möglicher Koalitionspartner. Auf dem zweiten Platz bei den Umfragen landet die pro-russische "Oppositions-Plattform". Deren Vorsitzender Juri Boyko sagte bei der Stimmabgabe, er habe für Frieden und das Leben votiert. Bis 20 Uhr Ortszeit sind die Wahllokale geöffnet. 424 Parlamentssitze sind in der "Rada" - wie das Parlament heißt - zu besetzen. Insgesamt treten 24 Parteien und 3085 Kandidaten an. Wer auch immer die Wahl gewinnt, muss ein Land regieren, das zerrissen ist. Einerseits der Drang nach Westen und in die EU, andererseits die traditionelle Bindung an Russland, das die Krim annektiert hat. Dazu tobt in der Donbass-Region im Osten weiter ein Krieg, der in den letzten fünf Jahren 13.000 Menschenleben gefordert hat.
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