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Der stärkste Vierzylinder-Turbo der Welt - Neuer 45er-AMG-Motor (M 139)

auto motor und sport-Logo auto motor und sport 07.06.2019 Holger Wittich
© Mercedes-AMG

In der Basisversion leistet der M 139 nun 387 PS und ist damit 27 PS starker als der M 133. Das Drehmoment steigt von 450 auf 480 Nm. Als S-Version kam der M 133 auf 381 und 475 Nm, sein Nachfolger stemmt 421 PS und 500 Nm auf die Kurbelwelle.

Und was macht den neuen AMG-Vierzylinder so innovativ?

Im Vergleich zu dem Vorgängermotor aber auch zum M 260 aus den 35er-Modellen wurde das neue Aggregat um 180 um die Hochachse gedreht. Entsprechend befindet sich Turbo-Lader und Abgas-Krümmer an der Schottwand und die Ansauganlage vorne. Das erlaubt den Konstrukteuren nicht nur eine verbesserte Luftführung mit kürzeren Wegen und geringeren Umlenkungen sondern auch ein flacheres und aerodynamischeres Frontdesign.

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Um ein gutes Ansprechverhalten bei niedrigen Drehzahlen und ein Leistungszuwachs im oberen Drehzahlbereich zu erhalten und die gegenseitige Beeinflussung der Zylinder beim Ladungswechsel zu verhindern, wurde der Turbolader überarbeitet. Das Turbinengehäuse ist in zwei Strömungskanäle geteilt und ermöglicht es, zusammen mit zwei getrennten Kanälen im Abgaskrümmer die Ströme auf das Turbinenlaufrad separat zu führen. Zudem sind das Verdichter- und Turbinenrad wie beim 4,0-Liter-V8 von AMG wälzgelagert. Dadurch reduziert sich die Reibung, der Lader spricht schneller an und dreht schneller auf bis zu 169.000/min.

Mehr Ladedruck

Als weitere Änderung hat AMG den Ladedruck optimiert. Er steigt von 2,0 auf 2,1 bar und erhält ein elektronisch gesteuertes Abgas-Überdruckventil (Wastegate), um den Druck präziser zu regeln und das Ansprechverhalten zu optimieren. Auch eine Overboost-Funktion beinhalten beide Aggregate. Ähnlich wie beim Vierliter-V8 wird der Turbolader im M 139 per Öl und Wasser sowie über Luft gekühlt. Entsprechend leiten Kanäle unter der Motorhaube den Luftstrom zum Lader.

Das Kurbelgehäuse des M 139 ist in Closed-Deck-Bauweise gefertigt. Diese Konstruktion gewährleistet bei geringem Gewicht hohe Steifigkeit und Verbrennungsdrücke bis zu 160 bar. Dazu sind die Bereiche um die Zylinder fast geschlossen, in der Deckplatte verlaufen lediglich kleine Kanäle für Kühlmittel und Öl. Der Kurbeltrieb kommt mit geschmiedeter Stahlkurbelwelle und Aluminium-Schmiedekolben mit optimierten Kolbenringen daher.

Zweistufige Einspritzung

Des Weiteren hat AMG seinen neuen Vierzylindern größere Auslassventile verpasst und die Zylinderkopfkühlung optimiert. Die Benzineinspritzung erfolgt zweistufig. In der ersten Stufe pumpen die Piezo-Injektoren das Benzin mit bis zu 200 bar in die Brennräume, in der zweiten Stufe gesellt sich eine Saugrohr-Kanaleinspritzung mit 6,7 bar Druck dazu. Außerdem wurde das Kühlsystem verbessert sowie eine Motordrehzahlunabhängige elektrische Wasserpumpe verbaut.

Der neue AMG 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbomotor wird bei AMG in Handarbeit montiert.

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