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Der Toyota Century nimmt es locker mit dem Maybach auf

WELT-Logo WELT 11.07.2018
Optisch wirkt der Toyota Century eigentlich wie ein edles altes Auto © Toyota Optisch wirkt der Toyota Century eigentlich wie ein edles altes Auto

Toyota hat eine Staatslimousine im Programm, die sich mit Rolls-Royce oder Mercedes-Maybach messen kann. Jetzt startet in Japan die Neuauflage des Century, die optisch wie aus der Zeit gefallen wirkt.

Für besonders edle Autos ist im Toyota-Konzern eigentlich Lexus verantwortlich. Doch die Kernmarke Toyota hegt und pflegt seit etlichen Jahrzehnten, zumindest für den japanischen Markt, eine Luxusikone der besonderen Art.

Century heißt das Toyota-Flaggschiff, das es locker mit Granden wie Rolls-Royce oder Mercedes-Maybach aufnehmen kann. Jetzt wurde die Neuauflage zu Preisen ab rund 153.000 Euro offiziell in den Markt eingeführt. Pro Monat sollen rund 50 Fahrzeuge mit viel Handarbeit entstehen.

Äußerlich bietet der Century ein klassisches Staatslimousinen-Format mit deutlich über fünf Meter Länge. Der Nippon-Riese trägt zurückhaltende Farben und viel Chromschmuck. Ganz klassisch wirkt die Außenlackierung "ewiges Schwarz", die aufwendig in sieben Schichten auf den massigen Karosseriekörper aufgetragen wird.

Mit dem kolossalen Klassik-Look ähnelt der Wagen der im Mai 2018 offiziell vorgestellten russischen Staatslimousine Kortezh. Doch anders als der von einem V12 getriebene russische Riese setzt Toyota bei der Neuauflage des Century auf einen V8.

Der Arbeitsplatz des Century wurde für ein Auto dieser Klasse recht schlicht gestaltet © Toyota Der Arbeitsplatz des Century wurde für ein Auto dieser Klasse recht schlicht gestaltet

Neben dem Downsizing verhilft dem Fünfliter-Aggregat außerdem Hybridtechnik zu einem vergleichsweise moderaten Verbrauch: Mit rund siebeneinhalb Litern soll sich der 431 PS starke Doppelherzantrieb auf 100 Kilometern begnügen. Angaben zu Fahrleistungen gibt es nicht, doch der Century verkörpert Understatement pur, weshalb sich eine souveräne Kraftentfaltung eigentlich von selbst versteht.

Ebenfalls ganz modern gibt sich der mächtige Toyota bei den Assistenzsystemen. Unter anderem gibt es Totwinkel-Warner, Kollisionsverhinderer, Abstandstempomat, Spurverlassenswarner und eine Fernlichtautomatik für die aus 24 Leuchtelementen bestehenden LED-Scheinwerfer.

Ein Auto für Traditionalisten

Toyota hat in Japan die dritte Generation des neuen Century auf den Markt gebracht © Toyota Toyota hat in Japan die dritte Generation des neuen Century auf den Markt gebracht

Wie es sich gehört, bietet der neue Über-Toyota viel Beinfreiheit auf den beiden Fondsitzen, auf denen die Gäste auf herausklappbaren Auflagen ihre Beine ablegen können. Neben klassischen Lederbezügen und viel feinem Holzdekor kann der Kunde alternativ auch Plüschsitze bekommen.

Trotz aller modernen Technik soll der Century vor allem Traditionalisten in seinen Bann ziehen. Die können dennoch moderne Medienwelten genießen. Das Entertainmentsystem bietet ein 11,6-Zoll-Display, ein 7-Zoll-Bediendisplay in der Armlehne und 20 Lautsprecher.

Wer Wert auf intime Kinoatmosphäre legt, kann die Vorhänge zuziehen, sich das Innenraumklima auf seine Wunschtemperatur einstellen und die Massagefunktion der Sitze aktivieren.

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