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Mega-Niere kommt auch viertürig - Erlkönig BMW 4er Gran Coupé G26 (2021)

auto motor und sport-Logo auto motor und sport vor 3 Tagen Thomas Harloff

Sowohl optisch als auch technisch gibt das neue, zweitürige 4er Coupé die Richtung für die Fließheck-Version vor. Und dennoch gibt es Eigenheiten.

© Stefan Baldauf

BMW will sein derzeit extrem ausdifferenziertes Modellangebot ja wieder entschlacken. Die 4er-Reihe bleibt davon allerdings noch verschont. Den stilvolleren Ableger des 3ers wird es auch künftig als Coupé (mehr dazu lesen Sie hier), Cabrio (dann wieder mit Stoffverdeck, wie wir hier zeigen) und viertüriges Gran Coupé geben. Letzteres hat unser Erlkönig-Jäger nun auf der Nordschleife des Nürburgrings abgeschossen.

Frontpartie noch stark verhüllt

Auffällig bei diesem Prototypen: Die Frontpartie zeigt sich noch besonders stark verhüllt. Kein Wunder, versteckt sich dort doch der mit Abstand am heftigsten diskutierte Karosserieteil der ganzen Baureihe – Stichwort "Mega-Niere". Dass sowohl das zweitürige Coupé als auch das Cabrio den großen, sich weit hinunter in die Frontschürze erstreckenden Kühleinlass bekommen, ist längst kein Geheimnis mehr. Und es würde uns stark wundern, wenn das Gran Coupé nicht ebenfalls in den Genuss des üppigen Nieren-Designs kommen würde. Schließlich gleicht sich auch das Scheinwerfer-Design bei allen 4er-Derivaten.

Deutlich weniger kontrovers ist die Seitenlinie gezeichnet, das lässt sich trotz Tarnfolie erkennen. So laufen die beiden Fensterlinien in Richtung des hinteren Dreieckfensters spitz zu, wobei sie ganz hinten Hofmeister-like leicht abknicken. Die Dachlinie neigt sich fließend hin zum Stummelheck, das in einer Abrisskante endet. Recht klein wirken die Zehnspeichen-Räder, was allerdings eher ein Hinweis dafür ist, dass das 4er Gran Coupé (Werks-Code G26) recht üppige Ausmaße präsentieren wird. Die Heckleuchten zeigen sich ebenfalls noch stark verhüllt, dürften innen aber genauso spitz zulaufen wie bei den Zweitürern. Zum jetzigen Zeitpunkt verstecken sich die beiden Auspuff-Endrohre in tiefen Höhlen in der Heckschürze.

Leistungswerte von 184 bis 374 PS

Das Gran Coupé dürfte, ähnlich wie die Zweitürer, zwar niedriger, aber dank breiterer Spur auch stämmiger werden – und zwar sowohl als der Vorgänger als auch der aktuelle 3er, von dem der technische Unterbau namens CLAR grundsätzlich stammt. Dessen Basis dürfte BMW auch beim 4er Gran Coupé mit spürbar höherer Verwindungssteifigkeit, direkterer Lenkung und effizienterer Aerodynamik optimieren. Gleiches gilt für das Fahrwerk, das konventionell oder adaptiv gedämpft werden kann und sich um ein elektronisches Sportdifferenzial ergänzen lässt.

Auch bei der Bestückung mit den bekannten Vier- und Sechszylinder-Motoren lohnt sich der Blick auf den 3er und die anderen 4er-Versionen. Losgehen dürfte es mit den vierzylindrigen Einstiegs-Varianten (420i mit 184 PS, 420d mit 190 PS). Darüber rangieren der 430i mit 258 PS, der 430d mit 265 PS und wohl auch ein Plugin-Hybrid (430e mit 292 PS). Richtig sportlich wird es mit dem M440i, der 374 mild hybridisierte Pferdestärken zur Verfügung stellt, und dem 340 PS starken M440d.

Kommt 2022 wirklich ein M4 Gran Coupé?

Ob die von der britischen Fachzeitschrift "Autocar" vor einiger Zeit recherchierten Informationen, dass es 2022 auch ein M4 Gran Coupé geben soll, angesichts der Corona-Krise samt Sparzwang noch Bestand haben, darf dagegen bezweifelt werden. Der Allradantrieb x-Drive für die stärkeren Motoren sowie achtstufige Automatikgetriebe, die bei einzelnen Antrieben gegen manuelle Schaltungen ersetzt werden können, sind dagegen gesetzt.

Innen bleiben die Überraschungen aus. Hier zieht das dem Fahrer zugewandte 3er-Cockpit mit zentralem Touchscreen sowie i-Drive-Controller und Schalt-/Wählhebel auf der breiten Mittelkonsole ein. Hinter dem Dreispeichen-Lenkrad mit kleinem Pralltopf liefern digitale Instrumente alle nötigen Informationen.

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