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Wirtschaft aktuell

«Wer Bitcoin handelt, fliegt raus!»

Neue Züricher Zeitung-Logo Neue Züricher Zeitung vor 6 Tagen Werner Grundlehner

© Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung
Eine negative Einschätzung des JP-Morgan CEO und zahlreiche gesetzliche Einschränkungen in China treiben den Bitcoin in eine Baisse.

Rund 20% hat die Krypto-Währung Bitcoin seit dem Höchststand vom 1. September eingebüsst. Die Digitalwährung notiert nun wieder unter 4000 $. Der jüngste Rückschlag wurde durch den CEO von JP Morgan ausgelöst. Jamie Dimon erklärte, das Konzept der Krypto-Währungen werde nicht funktionieren, ja es sei sogar «Betrug». Er werde jeden Händler bei JP Morgan entlassen, der mit diesen Währungen Transaktionen ausführe.

ICO und Börsenplätze in China unter Beschuss

Für Unruhe bei Bitcoin sorgt seit längerem China. Die Regierung hat vor einigen Tagen die Emission von digitalen Währungen (ICO, Initial Coin Offering) untersagt. Auch die britische Aufsichtsbehörde FCA warnt vor ICO. Diese würden hohe Risiken bergen und seien hoch spekulativ. Die Zahl der Emissionen ist zuletzt stark angestiegen. Bei einigen scheint es sich lediglich, um Schneeballsysteme zu handeln. Zuletzt zeichnete sich auch ab, dass die chinesische Notenbank den Handel mit Krypto-Währungen über Börsen-Plattformen untersagen wird. Der OTC-Handel soll erlaubt bleiben. Beobachter gehen davon aus, dass sich China überlegt, wie diese Transaktionen reguliert werden sollen, bis sie wieder zugelassen werden.

Blockchain ja, Spekulation nein

Etwas untergegangen ist dabei, dass JP Morgan, also das Institut von Jamie Dimon, in der Abwicklung bereits mit Zerocoin kooperiert. Die US-Bank glaubt also doch daran, dass die Zukunft in der Blockchain und in Werten liegt, die in Token abgebildet, und sicher dezentral gelagert und transferiert werden können. Der Unmut von Dimon richtet sich gegen die Spekulation in Krypto-Währungen. Die Mehrheit der Besitzer von Bitcoin & Co. will mit ihren Coins nichts bezahlen, sondern einen fetten Gewinn einfahren und sich dann wieder verabschieden. Falls dieses Treiben nachlässt, sollte dies die Finanzmärkte nicht beunruhigen.

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