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Die Pensionskassen drängen ins Hypothekengeschäft

Handelszeitung-Logo Handelszeitung 15.05.2019 Redaktion Handelszeitung
10.04.2019, Niedersachsen, Laatzen: Ein Einfamilienhaus steht im Rohbau in einem Neubaugebiet in der Region Hannover. Seit Jahren boomt das Geschäft mit Immobilien - zum Leidwesen von Mietern und Wohnungskäufern. Nun könnte sich die Konjunktur am Bau abschwächen. Davon dürften Verbraucher aber vorerst wenig spüren. (zu dpa "Studie: Konjunktur am Bau verliert an Schwung - Preise steigen weiter") Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Julian Stratenschulte) © Keystone 10.04.2019, Niedersachsen, Laatzen: Ein Einfamilienhaus steht im Rohbau in einem Neubaugebiet in der Region Hannover. Seit Jahren boomt das Geschäft mit Immobilien - zum Leidwesen von Mietern und Wohnungskäufern. Nun könnte sich die Konjunktur am Bau abschwächen. Davon dürften Verbraucher aber vorerst wenig spüren. (zu dpa "Studie: Konjunktur am Bau verliert an Schwung - Preise steigen weiter") Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Julian Stratenschulte)

Die Vorsorgeinstitute vergeben immer mehr Immobilienkredite. Auch Versicherer wachsen stark im Hypothekenmarkt.

Hypotheken sind auch bei den heutigen Negativzinsen ein lohnendes Geschäft. Der Markt für Immobilienkredite ist attraktiv  - und er wächst dank des anhaltenden Baubooms seit Jahren. Dies lockt immer mehr Anbieter an. Eine neue Studie von Moneypark zeigt nun, wer letztes Jahr im Hypothekenmarkt am stärksten gewachsen ist: Pensionskassen, Versicherungen und Kantonalbanken.

Insgesamt wuchs der Markt letztes Jahr um 3,4 Prozent auf 1,064 Milliarden Franken. Innert sechs Jahren hat sich das Volumen damit um gut einen Fünftel vergrössert.

Es waren vor allem neue Anbieter, die zulegen konnten: Pensionskassen steigerten ihre Kreditausleihungen 2018 um über sieben Prozent. Versicherungen steigerten sich ebenfalls überdurchschnittlich um 3,7 Prozent. Und eine dritte Art von Anbieter lockte viele Immobilienkäufer an: Die Hypothekarvermittler fädelten bei zwölf Prozent der neu vergebenen Kredite das Geschäft ein. Es sind keine klassischen Anbieter, weil sie in der Regel keine eigene Hypotheken vergeben, sondern nur den Kredit in die Wege leiten helfen.

Die Vermittlerfirmen – dazu gehört beispielsweise der Auftraggeber der Studie, Moneypark, oder Hypoguide und Hypoplus - kommen laut dem Luzerner Ökonomen Andreas Dietrich aber erst auf einen Marktanteil von rund einem Prozent. Die Pensionskassen und Versicherer machen trotz des beachtlichen Wachstums ebenfalls erst einen kleinen Teil vom Markt aus. Der Anteil der Pensionskassen beträgt lediglich 1,7 Prozent, jener der Versicherer 3,8 Prozent.

 

Hausbesitzer bleiben der Hausbank treu

Die Aufholjagd von Versicherungen, Pensionskassen und sonstigen alternativen Kapitalgeber werde noch Jahre dauern, schätzt Moneypark. «Der Aufbau eines Hypothekarportfolios braucht seine Zeit. Pro Jahr werden nur durchschnittlich 150 Milliarden Hypotheken zur Verlängerung fällig.» Und die meisten Kunden scheuten den Wechsel: 90 Prozent davon verlängerten noch immer den Kredit bei der Hausbank, ohne Konkurrenzofferten einzuholen.

Der Markt wird weiterhin von Banken dominiert. Kantonalbanken, die Grossbanken und die Bankengruppe Raiffeisen machen über 76 Prozent aus.

Unter diesen traditionellen Kreditinstituten konnten die Kantonalbanken stark zulegen, sie vergrösserten ihre Volumina um 4,4 Prozent. Ebenfalls überdurchschnittlich mit 3,7 Prozent wuchs Raiffeisen – die «Handelszeitung» hat dies bereits im Februar gemeldet. Die beiden Grossbanken UBS und CS sowie die Regionalbanken und Sparkassen verloren hingegen Marktanteile und bauten das Geschäft nur schwach aus mit 1,6 Prozent beziehungsweise 1,4 Prozent.

Die Hierarchie im Hypothekenmarkt bleibt klar: Das grösste Stück vom Kuchen haben Kantonalbanken, gefolgt von den Grossbanken und der Raiffeisengruppe.

(mbü)

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