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Erdogan wettert gegen Zinserhöhung - "Meine Geduld hat Grenzen"

Reuters-Logo Reuters 14.09.2018
© REUTERS/Umit Bektas

Nach der Zinserhöhung in der Türkei hat Präsident Recep Tayyip Erdogan die Notenbank erneut heftig kritisiert.

Seine Geduld habe Grenzen, sagte er am Freitag vor Vertretern der regierenden AKP über die Zinspolitik der Währungshüter. Am Donnerstag hatten diese gegen den erklärten Wunsch des Staatschefs den geldpolitischen Schlüsselsatz kräftig um 6,25 Prozentpunkte auf 24 Prozent erhöht. Es sei der Notenbank binnen 15 Jahren nicht gelungen, ihr Inflationsziel einzuhalten, sagte Erdogan, der die Arbeit der Währungshüter bereits kurz vor dem Zinsentscheid harsch verurteilt hatte.

Das von einer Währungskrise und Kapitalflucht heimgesuchte Land hatte unter Investoren vor allem deshalb an Vertrauen verloren, weil Zweifel an der Unabhängigkeit der Notenbank aufgekommen waren. Erdogan sagte nun, man werde nach der Zinserhöhung die Ergebnisse der Unabhängigkeit der Notenbank sehen können. Der Staatschef forderte zugleich alle Türken auf, Vertrauen in ihre Währung zu haben. Sie sollten sämtliche Ersparnisse in Lira umtauschen. Zweifel an der Unabhängigkeit der Notenbank hatten mit dazu beigetragen, dass die Lira seit Jahresbeginn mehr als 40 Prozent an Wert verloren hat.

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Nach dem Zinsentscheid vom Donnerstag wertete die Lira zunächst deutlich auf, geriet nach den Äußerungen Erdogans jedoch wieder unter Druck: Ein Dollar verteuert sich zur türkischen Devise um 0,4 Prozent auf 6,10 Lira. Laut Erdogan ist die Talfahrt der Lira Ergebnis einer "abscheulichen wirtschaftlichen Attacke", die nach einer Serie von Äußerungen aus den USA in Gang gekommen sei.

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