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Für Händler hat das Weihnachtsfest schon begonnen

Der Bund-Logo Der Bund 02.12.2019 Philipp Felber-Eisele

Konsumenten sorgten für Millionenumsätze an Black Friday und Cyber Monday.

Kundinnen und Kunden werden mit Applaus und einem Spalier begrüsst: Black Friday 2019 im Media-Markt in Dietlikon. Foto: Urs Jaudas © Bereitgestellt von Der Bund Kundinnen und Kunden werden mit Applaus und einem Spalier begrüsst: Black Friday 2019 im Media-Markt in Dietlikon. Foto: Urs Jaudas

Mit dem Cyber Monday endete gestern die Rabattschlacht rund um den Black Friday zum Start des Weihnachtsgeschäfts. Das Fazit: Noch einmal mehr Kundinnen und Kunden sind in die Läden geströmt, haben online ihr Geld ausgegeben als im vergangenen Jahr. Der ganz grosse Andrang mit Hundertschaften von Kundinnen und Kunden, welche die Läden schon morgens früh stürmten, blieb in der Schweiz indes aus. Anders in den USA, wo Bilder mit sich ankeifenden und schlimmstenfalls prügelnden Menschen zur Normalität des Schnäppchentages gehören.

Doch gerade vor Einkaufszentren stauten sich auch in der Schweiz die Autos der Rabattjäger.Der Black Friday ist mittlerweile aus dem Handel nicht mehr wegzudenken. Die grossen Händler können sich kaum mehr gegen den Druck wehren und wollen es auch nicht: Denn jederwill sich einen Teil des Kuchens sichern. Trotzdem hat der Black Friday – noch – nicht die Bedeutung wie in den USA, wo der Tag schon seit Jahrzehnten zum festen Ritual vieler in der Vorweihnachtszeit gehört.

In der Schweiz findet der Black Friday vor allem im Internet statt. Das zeigte sich auch am Einkaufsverhalten der Kundinnen und Kunden. Viele warteten bis um Mitternacht und machten dann die ersten Einkäufe. 

Die Umsätze steigen stark

Onlinehändler wie Microspot, Brack und Digitec Galaxus konnten daher allesamt ein Wachstum verzeichnen. Bei Digitec Galaxus seien am Black Friday 32 Prozent mehr Websitebesuche gemessen worden als noch im Vorjahr, sagt Sprecher Alex Hämmerli. Bei Konkurrent Microspot sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent gestiegen. Bei Brack.ch heisst es: «Die Nachfrage, gemessen an Besucherzahlen, Kundenanfragen und Umsätzen, war spürbar grösser als noch vor einem Jahr.»

Allerdings: Ob diese Steigerung an der Attraktivität der Angebote, an der gewachsenen Bekanntheit von Brack.ch oder einem allgemein wachsenden Interesse am Black Friday liege, sei nicht einfach zu eruieren. Auch die beiden Grossen – Migros und Coop – melden eine gesteigerte Nachfrage im Vergleich zum letzten Jahr.

«Die Listen, die im Umlauf waren, haben uns viel Aufmerksamkeit und dadurch bestimmt auch mehr Umsatz beschert.»Alex Hämmerli, Sprecher von Digitec Galaxus

Es zeigt sich: Auch der Cyber Monday, das Gegenstück zum ursprünglich für den stationären Verkauf angedachten Black Friday, wächst in der Schweiz. Bei Digitec Galaxus lagen die Websitebesuche um 60 Prozent höher als im vergangenen Jahr.

Was auch mit einer Gratiswerbung zu tun hat. Eine Preisliste mit Aktionen zum Cyber Monday machte im Vorfeld die Runde. Bei Digitec Galaxus versichert man, dass man nicht absichtlich für das Leak gesorgt hat, man sei überrascht worden. Aber: «Die Listen, die im Umlauf waren, haben uns viel Aufmerksamkeit und dadurch bestimmt auch mehr Umsatz beschert», so ein Sprecher.

In diesem Jahr gab es auch verbreitete Gegenbewegungen zur Schnäppchenjägerei am Black Friday. Etliche Läden führten Gegenveranstaltungen durch, welche soziale Projekte unterstützen. Und: Allen voran kritisierte der Papst den vorweihnachtlichen Konsum. Man solle «den grellen Lichtern des Konsums widerstehen, die überall in diesem Monat leuchten», sagte er am Wochenende. 

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