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Hoffnung bei Schmolz + Bickenbach: Streitparteien einigen sich

Handelszeitung-Logo Handelszeitung vor 6 Tagen Redaktion Handelszeitung
Deal wird möglich: Martin Haefner (l), Viktor Vekselberg (r). © ZVG, Mikhail Klimentyev/Keystone, Montage hz Deal wird möglich: Martin Haefner (l), Viktor Vekselberg (r).

Viktor Vekselberg stimmte dem Sanierungsvorschlag von Grossaktionär Martin Haefner zu.

 

Vor der Generalversammlung am Montag Nachmittag haben sich die Investmentgesellschaft Livet des russischen Industriellen Viktor Vekselberg und Grossaktionär Martin Haefner offenbar gefunden. Dabei kam Liwet dem Sanierungsvorschlag der Bigpoint Holding von Amag-Besitzer  Haefner entgegen. Livet wird in der Vereinbarung aber zugesichert, weiterhin über einen Anteil von mindestens 25 Prozent an S+B verfügen zu können.

Nach ursprünglichem Plan wollte Haefner 325 Millionen Franken einschiessen und damit seinen Anteil auf 37,5 Prozent erhöhen. So hätte er sich bei S+B mehr Einfluss sichern können – zulasten von Livet, der bislang grössten Aktionärin.

Auch im neuen Plan käme Haefner auf 37,5 Prozent der Aktien. Gleichzeitig wird aber die Verwässerung des Livet-Anteils auf 25 Prozent begrenzt.

Die Einigung kam in letzter Minute zu Stande: Noch als die GV hätte beginnen sollen, wurde noch gefeilscht, wie das Unternehmen gerettet werden soll. Dafür wurde der Beginn der GV um eine Stunde verschoben.

«Ich bin angetreten, die Zukunft von S+B zu sichern», sagte Martin Haefner. «Mit meiner Investition kann ich zu einer robusten Bilanz beitragen und werde klares Leadership im Aktionariat herstellen. Ich werde mich auf die Rolle des strikten Eigners zurückziehen und nicht mehr Mitglied im Verwaltungsrat sein.»

Auf Grundlage der Einigung zog sich der Verwaltungsrat für eine kurze Weile zur Beratung über den Änderungsvorschlag zurück. Die anschliessende Abstimmung über den Gegenantrag wurde fast zur Formsache: Schliesslich standen die beiden grössten Aktionäre dahinter. Das Ja fiel mit über 79 Prozent denn auch deutlich aus.

Jetzt fehlt nur noch der Entscheid der Finanzmarktaufsicht. Diese muss entscheiden, ob sie entgegen der Übernahmekommission den beiden Parteien eine Ausnahme zum Pflichtangebot an die anderen Aktionäre erlaubt.

(AWP/sda/rap)

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