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Jürg Zeltners Sitz bei der Deutschen Bank wackelt

Neue Zürcher Zeitung-Logo Neue Zürcher Zeitung vor 4 Tagen Ermes Gallarotti

Die Behörden befürchten Interessenkonflikte des ehemaligen UBS-Managers, der auch bei der Privatbankengruppe KBL engagiert ist.

Jürg Zeltner, CEO KBL European Private Bankers. (Bild: Adrian Baer / NZZ) © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung AG Jürg Zeltner, CEO KBL European Private Bankers. (Bild: Adrian Baer / NZZ)

Jürg Zeltner sitzt zwar schon seit Wochen im zwanzigköpfigen Aufsichtsrat der Deutschen Bank. Er ist gerichtlich in dieses Amt berufen worden, bedarf aber noch des Plazets der nächsten Hauptversammlung. Doch so weit dürfte es nicht kommen. Die Europäische Zentralbank und die deutsche Aufsichtsbehörde Bafin sind offenbar der Meinung, dass Zeltner nicht unabhängig genug ist und in Interessenkonflikte geraten könnte. Aus ihrer Sicht kollidiert Zeltners Funktion als Deutsche-Bank-Aufsichtsrat mit seiner Position als operativer Chef, Verwaltungsrat und Ko-Investor der luxemburgischen Privatbankengruppe KBL European Private Bankers (KBL).

Beide Banken sind im Vermögensverwaltungsgeschäft tätig, und im Zweifelsfall würde sich Zeltner, so lautet die Argumentation, für die Interessen der KBL einsetzen, weil er dort eigenes Geld investiert hat. Vor diesem Hintergrund ist es nicht unwahrscheinlich, dass Zeltner, von den Behörden vor die Wahl gestellt, auf sein Mandat bei der Deutschen Bank verzichten wird. Dort hatte er die Interessen der katarischen Al-Thani-Familie vertreten, die nicht nur Eigentümerin von KBL ist, sondern auch einen Anteil an der Deutschen Bank hält.

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