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Novartis sieht keine Zukunft in Antibiotika

Handelszeitung-Logo Handelszeitung 12.07.2018 Redaktion Handelszeitung
Vas Narasimhan: Novartis will sich auf Kerngebiete konzentrieren. © Provided by Handelszeitung Vas Narasimhan: Novartis will sich auf Kerngebiete konzentrieren.

Novartis schliesst die Forschung zu Infektionskrankheiten in Kalifornien. Hintergrund ist die Strategie von CEO Vas Narasimhan.

Novartis beendet die Forschung zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten in der San Francisco Bay Area und streicht 140 Stellen an der amerikanischen Westküste. Der Basler Pharmagigant folgt damit anderen Konzernen der Branche, welche das Forschungsfeld ebenfalls aufgegeben haben.

Der Schritt sein ein Zeichen für die Neuausrichtung von Novartis' Forschung und Entwicklung unter dem Anfang 2018 installierten Konzernchef Vas Narasimhan, schreibt die Wirtschaftsagentur «Bloomberg». Narasimhan hatte erst kürzlich in einem Interview verkündet, dass sich Novartis auf die Entwicklung neuer Krebsmittel, sowie Neurowissenschaft und Augenheilkunde konzentrieren werde.

32 Projekte in der Pipeline

Novartis habe sich für die Schliessung der Abteilung für Bakterien und Viren in Emeryville entschieden, weil man «die Ressourcen in anderen Bereichen einsetzen will, wo wir aufgrund unserer Positionierung bessere Chancen auf Innovationen sehen», so eine Sprecherin gegenüber «Bloomberg».

Bisher hatten die Basler eine grosse Anzahl an antibakteriellen und antimikrobiellen Wirkstoffen in der Forschungspipeline. Laut einer Erhebung der Access to Medicine Foundation waren bei Novartis 2018 32 Forschungs- und Entwicklungsprojekte in dem Bereich am Laufen.

Novartis wie Astra Zeneca und Allergan

Auch andere Pharmakonzerne haben dem Feld der Infektionskrankheiten den Rücken gekehrt. So verkaufte Astra Zeneca die Antibiotika-Abteilung 2016 an Pfizer und Allergan sucht zur Zeit einen Käufer für die Infektionskrankheiten-Sparte.

Novartis bleibt in der Bay Area weiterhin mit dem Institut für Tropenkranheiten präsent. Laut Sprecherin werden am Standort nach den Stellenstreichungen noch etwa 150 Leute beschäftigt.

(gku)

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