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Roche: Ungemach wegen Whistleblower in den USA

Handelszeitung-Logo Handelszeitung 13.06.2018 Marc Iseli
Roche: Hat Ärger in Chicago. © Provided by Handelszeitung Roche: Hat Ärger in Chicago.

Der Basler Pharmakonzern Roche muss in den USA vor Gericht. Eine entlassene Mitarbeiterin packt in Chicago aus.

Der Basler PharmakonzernRoche steht wegen einer vermeintlich illegalen Rabattpolitik in den USA vor Gericht. Das Unternehmen soll einem Krankenversicherer eine Schuld in zweistelliger Millionenhöhe zum Teil erlassen haben, um den Absatz der hauseigenen Diabetesprodukte zu schützen, heisst es in einer Klage im US-Bundesstaat Illinois. «Anhängige Rechtsstreitigkeiten kommentieren wir nicht», hält eine Sprecherin auf Anfrage der «Handelszeitung» fest. 

Der Fall geht zurück ins Jahr 2013. Die Vorwürfe erhoben hat eine ehemalige Roche-Angestellte. Sie hatte 14 Monate im Sold des Pharmakonzerns gestanden, bevor sie unvermittelt entlassen wurde. Die Beendigung des Arbeitsverhältnisses, so behauptet die Entlassene, sei die Quittung für ihre intern geäusserte Kritik an der umstrittenen Rabattpolitik

30 Millionen erlassen

Konkret geht es um das Verhältnis zum US-Versicherer Humana. Dieser gehört zu den grössten Krankenversicherern des Landes mit einem Umsatz von über 50 Milliarden US-Dollar und Zehntausenden Angestellten. Die Versicherung zählt mehr als 10 Millionen Amerikaner zu ihrem Kundenstamm.  

Mitte 2013 hat der US-Versicherer laut Klage erwogen, diverse Roche-Produkte von der Liste der staatlich bezahlten Arzneimittel zu streichen. Roche soll monatelang verhandelt und sich den Vertrag nur gesichert haben, weil das Unternehmen auf eine ausstehende Forderung von über 30 Millionen Dollar verzichtet hat, behauptet die Whistleblowerin.

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