Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

aP3Wirtschaft aktuell

Schindler wuchs 2019 trotz schwierigem Umfeld

Handelszeitung-Logo Handelszeitung vor 6 Tagen Redaktion Handelszeitung
Schindler-Lift im KKL Luzern: Höhere Kosten und Investitionen schmälern den Gewinn. © Keystone Schindler-Lift im KKL Luzern: Höhere Kosten und Investitionen schmälern den Gewinn.

Der Gewinn blieb beim Lifthersteller aber etwas unter den Erwartungen. Die Dividende wird nicht erhöht.

Das Marktumfeld 2019 sei geprägt gewesen von zunehmender politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit, von Protektionismus, Währungsschwankungen und steigenden Personalkosten, schreibt Schindler. Dennoch habe sich die Firma den veränderten Rahmenbedingungen angepasst und sei im Berichtsjahr weiter gewachsen.

Der Auftragseingang nahm um 3,9 Prozent auf 12,1 Milliarden Franken zu und der Umsatz stieg um 3,6 Prozent auf 11,3 Milliarden Franken. In Lokalwährung betrug das Umsatzwachstum 5,6 Prozent und lag damit am oberen Ende des Ausblicks, der ein Plus von 4 bis 6 Prozent vorsah.

Gestiegene Material- und Lohnkosten

Beim Betriebsergebnis (EBIT) musste der Innerschweizer Konzern jedoch einen Rückgang um 0,9 Prozent auf 1,26 Milliarden Franken hinnehmen, was einer tieferen EBIT-Marge von 11,2 nach 11,7 Prozent im Vorjahr entspricht. Der Reingewinn schwächte sich um 7,8 Prozent auf 929 Millionen ab. Im Vorjahr hatte ein einmaliger Steuereffekt in Höhe von 60 Millionen das Ergebnis positiv beeinflusst. EBIT und Gewinn blieben damit 2019 leicht unter den Erwartungen.

Als Gründe für die Ergebnisentwicklung nennt Schindler gestiegene Material- und Lohnkosten, Restrukturierungskosten sowie Ausgaben für strategische Projekte. Dies sei durch operative Fortschritte und Preisanpassungen nicht vollständig kompensiert worden.

Verwaltungsrat: Orit Gadiesh kommt für Anthony Nightingale

Der Generalversammlung wird eine unveränderte ordentliche Dividende von 4 Franken je Namenaktie und Partizipationsschein vorgeschlagen. Hier hatten einige Analysten mit einer Anhebung gerechnet.

Zusätzlich kommt es zu einer Veränderung im Verwaltungsrat: Orit Gadiesh soll Anthony Nightingale ersetzen, der sich aufgrund des Alterslimits nicht mehr zur Wiederwahl stellt.

Ziel 2020: Schneller als der Gesamtmarkt

Für das laufende Jahr 2020 peilt das Schindler-Management beim Umsatz eine Entwicklung von unverändert bis +5 Prozent in Lokalwährungen an. Das Unternehmen will schneller wachsen als der Gesamtmarkt.

Thyssen-Liftsparte: Schindler droht Konkurrent Kone mit Klagewelle

Schindler befürchtet, dass durch einen Zusammenschluss von Kone und Thyssenkrupp ein zu starker Gegner entstünde und droht mit Klagen. Mehr hier.

(awp/gku)

| Anzeige
| Anzeige

mehr von Handelszeitung

image beaconimage beaconimage beacon