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Wirtschaft aktuell

Steuern, die mit Airbnb anfallen

BZ Berner Zeitung-Logo BZ Berner Zeitung 14.09.2017 Bernhard Kislig
Steuern, die mit Airbnb anfallen © (Berner Zeitung) Steuern, die mit Airbnb anfallen

Dank Internetanbietern findet die Alter­native zum Hotel grossen Zulauf: Doch wer seine Privatwohnung über Airbnb vermietet, muss auch Steuern und Abgaben bezahlen.

Airbnb zählt zu den bekanntesten Anbietern, die auf Internetplattformen möblierte Woh­nungen tage- oder wochenweise vermieten. Es gibt weitere wie beispielsweise Wimdu oder ­Tripping. Auch Booking.com, die Vermittlerin von Hotelzimmern, führt auf ihrer Website inzwischen solche Unterkünfte auf.

Wer während Ferien, eines Auslandaufenthalts oder bei leer stehendem Wohneigentum einen Mietertrag erzielen will, kann das Angebot heute recht einfach im Internet ausschreiben. Doch ein solches Geschäft zieht auch zusätzliche Abgaben und oft mehr Steuern nach sich. Damit ist auch mehr administrativer Aufwand verbunden.

Die Steuerrechnung ist nicht kompliziert. Der Mieter darf von den Einnahmen den Zins abziehen, den er selber bezahlt. Liegt der Ertrag für zwei Wochen bei 1500 Franken und der Mietzins beträgt für die gleiche Zeit 1000 Franken, bleibt ein Nettoertrag von 500 Franken. Diese Summe sinkt um weitere 20 Prozent. Das ist ein Pauschalabzug für die Abnutzung des Mobiliars. So bleiben 400 Franken, die als Ein­kommen versteuert werden müssen. Ist der Mietzins höher als der Ertrag, fallen keine Steuern an.

Wird Wohneigentum vermietet, kommt der Eigenmietwert ins Spiel. Der Eigenmietwert ist ein Naturaleinkommen – manche sprechen auch von einem ­fiktiven Einkommen –, das Hausbesitzer für die Nutzung ihres Eigentums versteuern. Der Eigenmietwert liegt in der Regel ein wenig unter der Marktmiete. Während der Zeit einer Ver­mietung muss der Eigenmietwert nicht versteuert werden – dafür erhöhen die Mieteinnahmen das steuerbare Einkommen. Von diesen dürfen aber wieder­um pauschal 20 Prozent abge­zogen werden.

Übernachtungsabgabe

Neben Steuern sind Kurtaxen zu berücksichtigen. Wie Hotels müssen auch private Anbieter von Übernachtungen diese Abgaben abrechnen. Je nach Gemeinde gibt es dafür verschiedene Regelungen. Es ist deshalb empfehlenswert, sich bei den Behörden zu erkundigen. Zum Beispiel in der Stadt Bern wird pro Logiernacht eine Übernachtungsabgabe und ein Zuschlag fürs Bern-Ticket fällig. Bei Wohnungen macht das 2.80 Franken Abgabe und 1.50 Franken fürs Bern-Ticket.

Im Gegenzug erhält der Vermieter Billette, mit denen seine Gäste im Raum Bern öffentliche Verkehrsmittel frei nutzen können. Bei Gemeinschaftsunterkünften wie zum Beispiel in Jugendherbergen sinkt die Übernachtungsabgabe auf 1.40 Franken.

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