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Studie: Geld bleibt ein Reizthema in Beziehungen

Handelsblatt-Logo Handelsblatt 11.09.2018 Nina Blagojevic
Über zehn Prozent der Befragten streiten sich regelmäßig mit ihrem Partner wegen unterschiedlicher Auffassungen beim Thema Finanzen. © Imago Über zehn Prozent der Befragten streiten sich regelmäßig mit ihrem Partner wegen unterschiedlicher Auffassungen beim Thema Finanzen.

Forsa und die Rabobank widmen sich der Wechselwirkung von Partnerschaft und Finanzen. Das Ergebnis: Im Extremfall können finanzielle Streitigkeiten zur Trennung führen.

Welche Rolle spielt das Geld in der Partnerschaft? Diese Frage treibt seit Jahren Meinungsforscher, Wissenschaftler und Banken um. Eine Forsa-Studie will nun einmal mehr belegt haben: eine ganz wesentliche. 

Das Meinungsforschungsinstitut befragte im Auftrag der Rabobank 1229 Deutsche dazu, wie wichtig ihnen in der Partnerschaft das Thema Finanzen ist. Das Ergebnis: Für 45 Prozent wäre es ein Trennungsgrund, wenn der Partner überhaupt nicht mit Geld umgehen könnte. Bei etwa jedem zehnten Paar führten finanzielle Angelegenheiten regelmäßig zum Konflikt, und immerhin 43 Prozent hätten zumindest schon einmal darüber gestritten.

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Belastend für eine Beziehung wird es demnach vor allem, wenn die Vorstellungen beim Thema Geld auseinandergehen. Eine auf Dauer angelegte Partnerschaft geht dagegen meist auch mit einer gemeinsamen Finanzplanung einher. So haben gemeinsame finanzielle Rücklagen für die Mehrheit der Deutschen einen stabilisierenden Effekt auf die Beziehung: 59 Prozent gaben an, das gemeinsame Sparen schweiße zusammen. Auch eine gemeinsame Haushaltsführung habe diesen Effekt, besagt eine Studie an der Cornell University von April 2018.

Welche Rolle dagegen das tatsächliche Gehalt spielt, ist nach wie vor umstritten. In einer Befragung der Postbank mit dem Meinungsforschungsinstitut Emnid im Jahr 2013 gaben beinahe zwei Drittel an, das Gehalt des Partners sei ihnen völlig egal.

Die Cornell-Untersuchung dagegen legt nahe: Nicht auf die Höhe kommt es an, sondern auf das Verhältnis. „Bei Paaren, die zusammen leben und die ähnlich viel verdienen, sind die Chancen besser, dass die Beziehung hält“, sagt Patrick Ishizuka, der Urheber der Studie. Große Einkommensunterschiede seien dagegen auf lange Sicht oft problematisch. 

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