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Swisscom zeigt erstmals 5G-Handyprototypen in der Schweiz

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Schnell, schneller, am schnellsten. Mit 5G will die Telekom-Branche neue Standards setzen. © Bereitgestellt von SDA Schnell, schneller, am schnellsten. Mit 5G will die Telekom-Branche neue Standards setzen.

Die künftige Mobilfunkgeneration 5G nimmt langsam Gestalt an und schrumpft auf alltagstaugliche Dimensionen. Waren vor einem Jahr 5G Empfangsgeräte noch so gross wie ein Büroschrank, zeigte die Swisscom am Donnerstag erstmals den Prototypen eines 5G-Smartphones.

Das Gerät des US-Unternehmens Qualcomm wurde ebenso wie ein mobiler Hotspot des taiwanesischen Herstellers Wistron NeWeb mit dem 5G-Netz verbunden, wie der grösste Telekomkonzern der Schweiz bekannt gab. Damit hat die fünfte Mobilfunkgeneration die Labore verlassen.

Das Smartphone erreiche eine Surfgeschwindigkeit von rund 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s), sagte Swisscom-Technikchef Heinz Herren am Rande einer Medienkonferenz im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. Im nächsten Jahr dürfte 5G dann 3 Gbit/s schaffen.

Die neue Technologie verspricht viel schnellere Surfgeschwindigkeiten und Reaktionszeiten als die bisherige Mobilfunktechnik 4G (auch LTE genannt). Nach der Versteigerung der nötigen Frequenzen soll 5G im nächsten Jahr hierzulande eingeführt werden.

Nach Burgdorf testet die Swisscom die superschnelle Technologie ab heute auch in Luzern, Zürich, Bern, Lausanne und Genf. Bis Ende nächsten Jahres sei ein punktueller Ausbau in 60 Städten und Gemeinden geplant. Damit werde schon ein ansehnlicher Teil der Bevölkerung mit 5G abgedeckt, sagte Herren.

Die neue Technologie werde schrittweise eingeführt. Wie viele Antennen für eine flächendeckende Ausbreitung von 5G in der Schweiz nötig seien, habe man sich noch nicht genau durchgerechnet. Die Swisscom hat hierzulande rund 8'400 Handy- und Mikroantennen. "Wir werden sicher mehr Antennen brauchen als heute", sagte Herren. Aber der Ausbau laufe ständig.

Aufgrund der schrittweisen Einführung rechnet Technikchef Herren auch nicht mit einem abrupten Anstieg der Kosten für die Netzaufrüstung. Man könne die neue Technologie mit der bisherigen vierten Mobilfunkgeneration kombinieren. So könne man Sendeanlagen bündeln.

Dadurch würden sich die Investitionen mit der Zeit von 4G zu 5G verschieben. "Man muss nicht auf einmal Milliarden in die Hand nehmen. Wir können unseren Finanzhaushalt regulieren", sagte Herren. Insgesamt gibt die Swisscom jährlich rund 1,6 Milliarden Franken für Investitionen in Netze und IT in der Schweiz aus.

Auch Sunrise hat eine 5G-Antenne in Oerlikon als Testanlage in Betrieb und will bald weiter expandieren. Experten erwarten, dass erste 5G-Smartphones ab nächstem Sommer auf den Markt kommen werden. Salt will 5G im dritten Quartal 2019 einführen.

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