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Viele Häuser sind der Valiant zu riskant

Der Bund-Logo Der Bund 09.08.2018 Adrian Sulc
Viele Häuser sind der Valiant zu riskant © (Der Bund) Viele Häuser sind der Valiant zu riskant

Die Berner Valiant-Bank scheut die Risiken bei den Renditeimmobilien und nimmt dafür ein tieferes Wachstum bei den Hypotheken in Kauf.

In der Finanzwelt entscheiden nicht selten Nachkommastellen über Erfolg oder Misserfolg. In der aktuellen Tiefzinsphase müssen die Banken gar auf die zweite Nachkommastelle verweisen. So auch die Regionalbank Valiant mit Sitz in Bern.

«Wir konnten die Zinsmarge von 1,09 Prozent verteidigen», sagte Valiant-Chef Markus Gygax am Donnerstag an einer Telefonkonferenz zu den Halbjahreszahlen. Die Zinsmarge zeigt, wie viel die Bank mit dem Ausleihen und Weiterverleihen von Geldern verdient.

Das Halten der im Vergleich zu früheren Zeiten tiefen Zinsmarge sieht Gygax bereits als Erfolg. «Wir kämpfen um jeden Basispunkt», fügte er an. Auch für das Gesamtjahr 2018 lautet das Ziel der Bank: Zinsmarge halten.

Entsprechend soll auch der Jahresgewinn auf Vorjahreshöhe bleiben, so die vorsichtige Prognose des Valiant-Chefs. Im ersten Halbjahr steigerte die Bank den Reingewinn um 14,5 Prozent auf knapp 60 Millionen Franken.

Aktie zieht kräftig an

Das stimmte die Anleger zuversichtlich: Der Kurs der Valiant-Aktie stieg am Donnerstag bis Börsenschluss um 4,4 Prozent. Dies könnte auch daran liegen, dass Gygax andeutete, dass die Dividende für 2018 trotz gleich bleibendem Gewinn weiter steigen könnte.

Wie die Valiant um ihre Zinsmarge kämpft, zeigte sich sowohl bei den Hypotheken wie auch bei den Kundengeldern. Bei der Vergabe der Hypotheken sei die Valiant «äusserst vorsichtig» geworden, sagte Gygax – und rechtfertigte damit das eher tiefe Wachstum der Hypothekarausleihungen von 1,1 Prozent. Besonders bei Renditeliegenschaften ist das Risiko, zu hohe Preise zu bezahlen, laut der Valiant gestiegen.

Die Kundengelder der Valiant sanken im ersten Semester um 1,7 Prozent. Gygax betonte, dass man sich bewusst von einigen Grosskunden getrennt habe – insbesondere von Pensionskassen, die grosse Beträge bei der Valiant deponiert hatten. Mittelständische Bankkunden und KMU müssten aber trotz der Negativzinsen der Nationalbank nicht befürchten, dass die Valiant ihre Gelder abweise.

Expansion nach Ost und West

Denn mit ihrer Expansionsstrategie in der Ost- und Westschweiz will die Valiant durchaus neue Kunden gewinnen. Noch dieses Jahr öffnet eine neue Filiale in Vevey, nächstes Jahr folgen Eröffnungen in Nyon, St. Gallen und Wil, später in Rheinfelden und Frauenfeld.

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