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Zurück zum Start für Rainer-Marc Frey

Neue Zürcher Zeitung-Logo Neue Zürcher Zeitung vor 4 Tagen Werner Grundlehner

Der Kurs des Derivate-Hauses Leonteq ist seit langem unter Druck und notiert wieder auf dem Niveau, auf dem der Hedge-Fund-Pionier Frey 2017 als Hoffnungsträger einstieg. Er ist nicht der Erste, der die Lage verkannt hat.

Was der Grund für die jüngste Kursschwäche der Aktien von Leonteq ist, bleibt unklar. (Bild: Steffen Schmidt / Keystone) © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung AG Was der Grund für die jüngste Kursschwäche der Aktien von Leonteq ist, bleibt unklar. (Bild: Steffen Schmidt / Keystone)

Fast einen Zehntel an Wert haben die Aktien von Leonteq am Dienstag eingebüsst. Die Papiere des Spezialisten für strukturierte Produkte verzeichnen seit Monaten einen Abwärtstrend und in den vergangenen sieben Handelstagen stets Verluste. Der Kurs notiert wieder auf dem Niveau von März 2017. Damals hatte nach katastrophalen Geschäftszahlen und einem rasanten Wertezerfall der Einstieg des Hedge-Fund-Pioniers Rainer-Marc Frey die Zuversicht zurückgebracht. Der Investor erhöhte Anfang November 2018 seinen Anteil auf knapp 12%. Aber da waren die Titel bereits wieder im Sinkflug von über 70 Fr. auf derzeit unter 30 Fr.

Was der Grund für die jüngste Kursschwäche ist, bleibt unklar. Die Einnahmen von Leonteq korrelieren mit dem Optimismus und der Handelstätigkeit an den Kapitalmärkten – auch volatile Zeiten können das Geschäft mit strukturierten Produkten ankurbeln. Sorgen um den Handelskonflikt und die globale Konjunktur haben den Gewinn im ersten Halbjahr aber um einen Viertel einbrechen lassen. Ab 2020 will Leonteq das Geschäftsmodell ändern. Die Emission von «Strukis» bindet viel Eigenkapital, zukünftig sollen auch Investmentbanken die Absicherung übernehmen und den Kapitalbedarf sowie die Komplexität bei Leonteq reduzieren.

Die einst enge Bindung zum ehemaligen Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz war dem Leonteq-Kurs in den vergangenen Quartalen ebenfalls keine Hilfe. Raiffeisen als grösster Aktionär (29%) und Kunde hat im Juli nun entgegen den Erwartungen angekündigt, die Beteiligung nicht abzubauen. Ob dies aus strategischer Absicht oder mangels Käuferinteresse geschah, bleibt offen. Mit einem Engagement beim Derivate-Spezialisten Leonteq bleibt es eine Herausforderung, Geld zu verdienen – auch für institutionelle Investoren. Das musste neben Frey auch die Finanzgesellschaft Veraison feststellen, die zu Tiefstkursen 2017 ausstieg, kurz bevor sich Frey engagierte.

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