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CollectID macht Produkte fälschungssicher

Bilanz-Logo Bilanz 13.05.2022 Marc Kowalsky
GROSSER SPRUNG IM KAMPF GEGEN KRIMINELLE Sergio Muster, David Geisser und Dominik Fricker (v.l.) machen Alltagsprodukte fälschungssicher. © Roger Hofstetter GROSSER SPRUNG IM KAMPF GEGEN KRIMINELLE Sergio Muster, David Geisser und Dominik Fricker (v.l.) machen Alltagsprodukte fälschungssicher.

CollectID macht Produkte fälschungssicher mit einem Chip, der eine einzigartige ID hat.

Die Geschäftsidee?

Ein sicher verschlüsselter Near-Field-Communication-Chip wird in ein physisches Produkt (Sneaker, Handtasche, Trikot etc.) integriert und darauf eine einzigartige ID gespeichert, die auf der Blockchain als Non-Fungible Token (NFT) abgelegt ist. So werden Produktfälschungen unmöglich.

Wie ist sie entstanden?

Ich kaufte einst einen Sneaker in einem Webshop in Hongkong. Er stellte sich als Fälschung heraus. Gleichzeitig befassten wir Gründer uns viel mit Blockchain und stellten fest, das dies eine Lösung sein könnte.

Warum der Name?

Er setzt sich zusammen aus «Collectible» (Sammlerstück) und «ID», weil wir Produkten und insbesondere Sammlerstücken eine einzigartige ID verleihen.

Womit erzielen Sie die Umsätze?

Brands, die mit uns zusammenarbeiten, bezahlen eine Gebühr für jedes Produkt, das sie mit unserer Technologie vor Fälschung schützen. Zudem verdienen wir Geld am Weiterverkauf dieser Produkte.

Über CollectID

  • Website: www.collectid.com
  • Gegründet: Juni 2018
  • Gründer: David Geisser (32), CEO; Jeremy Smith (31), Lead Blockchain Engineer; Sergio Muster (40), Chief People Officer; Dominik Fricker (40), CFO
  • Firmensitz: Goldach SG
  • Anzahl Mitarbeitende: 14
  • Umsatzziel für 2022: rund 800 000 Franken
  • Profitabel ab: 2023/24

Die Vision?

Mittel- bis langfristig möchten wir Produkte nicht nur vor Fälschung schützen, sondern es Kunden ermöglichen, ihre physischen Produkte zusätzlich im Metaverse zu nutzen. Da jedes Produkt über einen digitalen Zwilling als NFT verfügt, geht das ganz einfach.

Die grosse Stärke?

Wir geben nie auf. Zu Beginn war es nicht einfach, erste Brands von unserer Lösung zu überzeugen. Es war sehr wichtig, dass wir immer wieder nachgefasst haben.

Die grösste Herausforderung?

Covid hat auch uns überrascht. Für uns war die grösste Herausforderung, dass wir keine physischen Meetings mit potenziellen Kunden durchführen konnten. Das hat die Entwicklung verlangsamt.

Der bisher grösste Erfolg?

Die Partnerschaft mit Atlético Mineiro, dem amtierenden brasilianischen Fussballmeister, wo wir 120 000 Trikots mit unserer Technologie ausrüsteten. Zudem sind wir sehr stolz auf die Seed-Runde im Januar in Höhe von 3,2 Millionen Franken. Am Ende hatten wir Commitments von über vier Millionen und konnten uns die Investoren aussuchen, die am besten zu uns passen.

Das Überraschendste bisher?

Wir hätten am Anfang nicht erwartet, dass unsere Technologie insbesondere für Sportteams so nützlich ist. Heute arbeiten wir mit Topteams aus der NHL (Nashville Predators) oder der Bundesliga (VfB Stuttgart, Bayer Leverkusen) zusammen.

Der nächste Schritt?

Die internationale Skalierung. Wir haben einen wichtigen US-Investor an Bord geholt und einen ersten grossen Kunden in den USA gewonnen.

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