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Clean Eating: Ein sauberer Faktencheck

Der-Lifestyle-Insider.de-Logo Der-Lifestyle-Insider.de 12.03.2018 Helene Kalinowsky
© imago

Clean Eating ist in aller Munde. Ein Ernährungstrend, der an unser Gewissen appelliert? Schon allein die moralische Komponente des Wortes „clean“ hat Gewicht. Dabei ist Clean Eating weniger restriktiv als man zunächst meinen möchte. Es geht darum, sauber zu essen. Und natürlich ist damit nicht die Hygiene gemeint, sondern der Verzicht auf Konservierungsstoffe und sonstige Zusätze. Ganz einfach: Alles, was industriell verarbeitet wurde, ist tabu. Kalorienzählen muss man auch nicht, denn Clean Eating versteht sich nicht als Diät, sondern vielmehr ein Lebensstil. Einer, der alle Herausforderungen erfüllen möchte: Gesundheit, Fitness, Körperkult und Selbstoptimierung. Das Konzept dahinter ist einfach – man ernährt sich sehr gesund und sehr bewusst. Und ganz nebenbei sollen auch noch die Pfunde purzeln! Wir haben den Ernährungstrend für Sie unter die Lupe genommen …

Für wen eignet sich die Clean-Eating-Methode?

Nicht umsonst heißt es so schön: Du bist, was du isst. Clean Eating hält an genau diesem Grundsatz fest und richtet sich damit an alle, die Low Carb, Low Fat und andere Diäten satt haben. Es soll schließlich nicht nur ums Abnehmen gehen, sondern auch darum, was wir unserem Körper zuführen. Ein durchaus plausibler Ansatz so kurz vor der Fastenzeit, wie wir finden. Klingt Ihnen zu unmännlich? Keine Bange, es darf sogar Fleisch auf den cleanen Teller und Sie werden genug Power für Ihr Workout haben!

Clean-Eating-Regeln

Grundsätzlich gilt: Kombinieren Sie immer komplexe Kohlenhydrate mit Proteinen und gesunden Fetten. So nehmen Sie nicht nur wichtige Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien zu sich, sondern fördern auch den Muskelaufbau. Beginnen Sie jeden Tag mit einem ordentlichen Frühstück und essen Sie insgesamt fünf bis sechs kleinere Mahlzeiten täglich statt der drei großen. Außerdem sollte man viel trinken. Am besten Wasser mit oder ohne Kohlensäure, alternativ ungesüßten Tee.

Clean Eating – verbotene Lebensmittel

Es ist an sich ganz simpel: Keine Fertiggerichte, kein Fast Food, keine hochgradig verarbeiteten Lebensmittel. Finger weg von allem, was Farbstoffe, Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe enthält! Meiden Sie Transfette, denn diese kann der Körper nicht verarbeiten und außerdem sind sie schlecht fürs Herz. Leere Kalorien wie Weißmehl oder Zucker fliegen ebenfalls vom Speiseplan. Das gilt natürlich auch für zuckerhaltige Getränke – und Obacht, selbst die hochgepriesenen Smoothies sind regelrechte Fruchtzuckerbomben. Kaffee und Alkohol sind zwar nicht ausdrücklich verboten, sollten aber, wenn überhaupt, nur in geringem Maße konsumiert werden. Und last but not least: Salz reduzieren! Wir neigen dazu, mehr Salz als nötig zu uns zu nehmen, was zu Wassereinlagerungen und erhöhtem Blutdruck führen kann.

Sind Milchprodukte clean?

Die Frage aller Fragen beim Clean Eating. Hier befinden wir uns in einer Grauzone, denn für Milchprodukte gelten Sonderregeln: Buttermilch, Quark, Joghurt, Hüttenkäse, Ziegenkäse usw. sind erlaubt. Sie sind zwar verarbeitet, aber nicht zu weit vom Ursprungsprodukt, der Milch, entfernt. Bio muss es sein, klar, ansonsten fettarm.

Clean-Eating-Ernährungsplan

Wie schon erwähnt startet Ihr Tag als clean Eater mit einem gesunden Frühstück, so wird der Stoffwechsel gleich morgens angekurbelt. Hervorragend geeignet sind Overnight Oats, über Nacht in Pflanzenmilch (z.B. Mandel- oder Reismilch) eingeweichte Getreideflocken. Ein Teelöffel Chia- oder Leinsamen und etwas frisches Obst dazu, fertig ist das ballaststoffreiche Kraftpaket. Wer es lieber deftig mag, kann auf Roggen- oder Dinkelvollkornbrot zurückgreifen. Eier sind erlaubt, Lachs ebenso – was in Kombination mit Avocado ein gesundes Schmankerl ergibt.

Mittags und abends sind Ihrer kulinarischen Kreativität keine Grenzen gesetzt, so lange die Kombi stimmt: Gemüse, Getreide, Eiweiß. Greifen Sie unbedingt zu saisonalem Gemüse – die Natur versorgt uns zur rechten Zeit mit den richtigen Vitaminen! Quinoa, Vollkornreis, Dinkelvollkorn, Hirse und Hülsenfrüchte – das alles klingt nach einem heiligen Ernährungspfad, dem kein Mann freiwillig folgen will. Gehört beim Clean Eating aber auf den Speiseplan und tut dem Körper, das werden Sie schnell feststellen, sichtlich gut. Außerdem bleiben Ihnen Fisch, mageres Geflügel und Rindfleisch als Proteinquellen erhalten. Wichtig ist, dass Sie nur kaltgepresstes Pflanzenöl für die Zubereitung verwenden.

Was die Zwischenmahlzeiten angeht, so dürfen Sie neben Obst und Gemüse auch zu Nüssen greifen. Mandeln enthalten jede Menge Eiweiß und Magnesium, was sie zum perfekten Powersnack vor und nach dem Sport macht. 

Was bringt Clean Eating wirklich?

Sie ahnen es sicherlich schon – zum schnellen Abnehmen eignet sich die Clean-Eating-Methode nicht. Eine langfristige Motivation hingegen ist eher unrealistisch, da die Umsetzung nicht besonders alltagskompatibel ist und viel Zeit in Anspruch nimmt. Dennoch lohnt es sich, das Programm für ein paar Wochen durchzuziehen. Es tut gut. Man schärft sein Ernährungsbewusstsein und allein durch den Verzicht auf die üblichen Verdächtigen verliert man ein paar Pfunde. Ansonsten hilft ein Blick auf die gute alte Ernährungspyramide und man stellt fest, dass das Konzept gar nicht so neu ist. Ausgewogen heißt das Zauberwort.

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