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So gefährlich ist ein Burger für deinen Körper

DIE WELT-Logo DIE WELT vor 5 Tagen
Portrait of woman rejecting hamburger that is being offered to her: So gefährlich ist ein Burger für deinen Körper © Getty Images/Tetra images RF So gefährlich ist ein Burger für deinen Körper

Dass rotes Fleisch nicht das Gesündeste für uns ist, wissen wir mittlerweile. Aber es kommt noch viel schlimmer. Die bisher größte Untersuchung zu dem Thema hat nämlich noch ganz andere Gefahren aufdeckt.

Und die, Verzeihung, schmecken uns so gar nicht. In einer Studie des National Cancer Institute in Bethesda/USA, das die Gesundheitsdaten von über 500.000 Amerikanern analysierte, stellten die Wissenschaftler fest, dass der Verzehr von Fleisch nicht nur mit einer, sondern mit gleich neun Krankheiten einhergeht:

Krebs, Herzerkrankungen, Atemwegserkrankungen, Schlaganfall, Diabetes, Infektionen, Alzheimer, Leber- und Nierenerkrankungen... was die Wissenschaftler in ihrer Studie auflisten ist durchaus appetitverderbend. Zumal diese Studie die bislang größte Studie ist, die sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen von rotem Fleisch beschäftigt hat.

Rotes Fleisch kommt vom Rind, Kalb, Schwein, Lamm und Hammel. Zu den verarbeiteten Fleischprodukten gehören alle Produkte, in denen das Fleisch durch zum Beispiel Pökeln oder Räuchern haltbar gemacht wurde.

Bye-Bye Bacon, bye-bye Würstchen?!

Mehrere Studien haben bereits gezeigt, dass der Verzehr von rotem Fleisch und verarbeitetem Fleisch mit einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung steht. Daher stuft die WHO rotes Fleisch seit zwei Jahren auch als "wahrscheinlich karzinogen für den Menschen", Fleischwaren aus rotem Fleisch als "karzinogen" ein.

Insbesondere Nitrite und Nitrate, die für die Haltbarkeit von verarbeiteten Fleischprodukten sorgen, aber auch das im roten Fleisch grundsätzlich enthaltene Häm-Eisen, ein Bestandteil von Hämoglobin, stehen im Verdacht für die gesundheitsschädliche Wirkung verantwortlich zu sein.

Gerade beim Zubereiten des Fleisches bei besonders hohen Temperaturen, beim Grillen oder Braten könnten karzinogene Substanzen entstehen.

So weit, so bekannt. In der aktuellen Studie konnte jetzt aber auch eine Verbindung zwischen unverarbeitetem und verarbeitetem roten Fleisch und verschiedenen anderen tödlichen Erkrankungen nachgewiesen werden. Dort heißt es:

Zum Teil ließe sich dies durch Häm-Eisen und Nitrat/Nitrin Aufnahme im verarbeiteten Fleisch erklären. Aber die Wissenschaftler können auch mit einer guten Nachricht für Fleischliebhaber aufwarten.

Sie fanden nämlich auch heraus, dass die Aufnahme von weißen statt roten Fleischs zu einer reduzierten Sterbewahrscheinlichkeit führt.

Geflügel statt Rindersteak also. Wer nun aber auf rotes Fleisch partout nicht verzichten will, sollte zumindest verarbeitetes Fleisch möglichst vermeiden. Die WHO selbst empfiehlt derzeit keine Höchstmenge, da die bislang vorliegenden Studienergebnisse hierzu noch nicht ausreichend Daten liefern.

Abgesehen davon hat Fleischkonsum eben auch bekanntermaßen gesundheitlich positive Auswirkungen - es enthält Eiweiß, Vitamin A, B1 und B12 und Zink. Daher lässt sich bis dato vor allem eines festhalten: Den Konsum von rotem Fleisch reduzieren, mit weißem Fleisch ersetzen und abwarten, was die weitere Forschung bringt.

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