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Hautkrebs: Wer draußen arbeitet, braucht Schutz

NetDoktor.de-Logo NetDoktor.de 14.05.2019 Lisa Vogel
© sculpies - Fotolia

Ob Bauarbeiter, Landwirte, Skilehrer oder Gärtner: Sie alle sind beruflich viel im Freien – und damit auch in der Sonne. Und das hat Folgen: Etwa zwei Drittel aller Fälle von weißem Hautkrebs gehen auf Menschen in sogenannten Outdoor-Berufen zurück.

Drei Millionen sind gefährdet

Etwa drei Millionen Deutsche arbeiten im Außenbereich und setzen sich täglich krebserregenden UV-Strahlen aus. 2017 registrierten die deutschen Unfallversicherungen fast 4000 berufsbedingte Hautkrebs-Fälle. Die Dunkelziffer dürfte höher sein. Pünktlich zum einsetzenden Frühjahr warnt die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) deshalb vor den Gefahren der Sonnenstrahlung und deren Folgen.

Hautschutz: Schatten, Kleidung, Sonnencreme

Die beste Methode, um sich vor Hautkrebs zu schützen, ist UV-Strahlen zu meiden. Vor allem die sommerliche Mittagssonne ist gefährlich. Wer im Freien arbeitet, sollte sich, wann immer es möglich ist, im Schatten aufhalten. Auch die richtige Kleidung, beispielsweise mit integriertem UV-Schutz - und eine Kopfbedeckung halten die Strahlung ab.

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Freie Körperstellen wie Gesicht, Hals, Nacken, Hände und Arme schützt Sonnencreme vor den Strahlen. Gerade wer viele Stunden im Freien verbringt, sollte eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor wählen, die UV-A und UV-B Strahlen so gut wie möglich abblockt. Doch der Schutz hält nicht ewig: Nachcremen verlängert die Schutzzeit nicht. Es sollte allerdings trotzdem regelmäßig erfolgen, weil der Schutzfilm nach und nach abnutzt.

Alle zwei Jahre zur Kontrolle

Hinzu kommen regelmäßige Kontrollen: „Eine regelmäßige dermatologische Untersuchung ist bei allen Outdoor-Arbeitern zu empfehlen“, sagt Prof. Peter Elsner, Leiter der dermatologischen Klinik für Hautkrankheiten am Universitätsklinikum Jena. Das Hautkrebs-Screening ist eine gesetzliche Leistung. Alle zwei Jahre übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Krebsfrüherkennung. Hausärzte und Dermatologen führen die Untersuchung durch.

Seit 2015 wird heller Hautkrebs als Berufskrankheit anerkannt. Die Behandlungskosten trägt damit die gesetzliche Unfallversicherung.

Hellen Hautkrebs erkennen

Weißer oder heller Hautkrebs ist die häufigste Hautkrebs-Form. Dazu gehören das Basaliom (Basalzellkarzinom) und das Spinaliom (Plattenepithelkarzinom, Stachelzellkarzinom). Beide Formen betreffen vor allem Hautstellen, die viel Sonnenlicht abbekommen. 70 bis 80 Prozent aller Basalkarzinome treten im Kopf-Hals-Bereich auf. Auch Stirn, Nacken, Hände und bei Männern Ohren und gegebenenfalls die Glatze sind betroffen. Auch Spinaliome entwickeln sich an Stellen, die oft intensiver UV-Strahlung ausgesetzt sind.

Knotige Hautstellen mit einem perlenschnurartigen Randsaum sind ein erstes Anzeichen für Basaliome. Rötungen oder bräunlich- gelbe Hautveränderungen und schuppige Hautstellen gelten als Vorstufe für ein Spinaliom.

Gute Heilungschancen

Das Basaliom bildet nur selten Tochtergeschwüre. Wird die Veränderung rechtzeitig entdeckt, kann sie operativ entfernt werden. Spinaliome wachsen deutlich aggressiver. Unbehandelt zerstört er umliegendes Gewebe und kann Metastasen in anderen Körperregionen bilden. Wird die Hautverändern früh genug erkannt, können Medikamente und operative Eingriffe den Krebs aufhalten.

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