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Mittagsschlaf: Gut gegen Bluthochdruck

NetDoktor.de-Logo NetDoktor.de vor 5 Tagen Lisa Vogel
© stokkete - Fotolia  

Ein Mittagsschlaf kann den Blutdruck senken - und das deutlich. Zu viel Schlaf ist tagsüber aber nicht ratsam, auf die richtige Dosis kommt es an.

Nach dem Mittagessen kommt das Tief: Die Augen werden schwer, das Bedürfnis nach einem Mittagsschlaf immer stärker. Dem Drang nachgeben? Auf jeden Fall – wenn es der Alltag zulässt! Das sagt zumindest eine neue Studie aus Griechenland. Denn Leute, die regelmäßig mittags ein Nickerchen einlegen, profitieren gesundheitlich von der Auszeit.

Mittagsschlaf senkt Blutdruck

Wissenschaftler um den Kardiologen Dr. Leandros Poulimenos der griechischen General Klinik in Voula haben die Gesundheitsdaten und Schlafgewohnheiten von 212 Personen mit leicht erhöhtem Bluthochdruck ausgewertet. Das durchschnittliche Alter der Studienteilnehmer lag bei 62,5 Jahren und der Blutdruck bei 130 zu 77 mmHg.

Bei den Studienteilnehmern, die regelmäßig mittags schliefen, konnten die Wissenschaftler einen deutlich niedrigeren Blutdruck feststellen. Das tägliche Nickerchen senkte in der Studiengruppe den Blutdruck im Schnitt um 5 mmHg.

Geringeres Infarkt-Risiko

„Der Mittagsschlaf scheint den Blutdruck ähnlich zu senken wie andere Lebensstil-Veränderungen“, sagt der Kardiologe und Co-Autor Dr. Manolis Kallistratos. Das Nickerchen habe damit ähnliche Auswirkungen auf den Blutdruck wie der Verzicht auf Alkohol oder eine salzarme Ernährung.

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Sinkt der Blutdruck bereits um 2 mmHg, hat das positive Auswirkungen: „Das kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte um bis zu zehn Prozent senken“, sagt Kallistratos. Wer einen Mittagsschlaf im Alltag unterbringt, solle das ohne schlechtes Gewissen tun.

20 Minuten reichen aus

Zumindest, wenn er dabei ein paar Punkte beachtet: „Wichtig ist, dass der Mittagsschlaf nicht länger als 20 Minuten dauert“, sagt Professor Göran Hajak, Schlafforscher und Chefarzt der Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Bamberg im Interview gegenüber Spiegel-Online. Nach 20 Minuten käme man in eine Tiefschlafphase. Die Folge? Man komme nur schwer wieder in Schwung und das Aufwachen dauere erheblich länger.

Bluthochdruck: lange unentdeckt

Damit könnte ein Mittagsschlaf ein einfaches Mittel sein, um einen problematischen Bluthochdruck anzugehen . Denn bei vielen besteht hier dringender Handlungsbedarf: 20 bis 30 Millionen Deutsche sind von Bluthochdruck (Hypertonie) betroffen. Von diesem sprechen Mediziner ab Werten von 140 zu 90 mmHg. Werte zwischen 130 zu 85 und 139 zu 89 sind leicht erhöht, aber noch im Normalbereich. Keinerlei Sorgen müssen sich Menschen mit einem Blutdruck von 120 zu 80 mmHg machen.

Das Problem bei Bluthochdruck: Unbehandelt schädigt er die Gefäße und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch Bluthochdruck wird meist erst spät entdeckt – regelmäßige Blutdruckmessungen sind deswegen wichtig, um die Erkrankung frühzeitig zu bemerken.

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