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Ernährung: Vorsicht beim Verzehr von Zucchini

FIT FOR FUN-Logo FIT FOR FUN 13.06.2018 Olivia Samnick
Zucchini © iStockphoto Zucchini

Wenig Kalorien, viele Vitamine und reich im Geschmack – Zucchini machen auf dem Speiseplan eine gute Figur. Bei selbstangebauten Zucchini droht allerdings Vergiftungsgefahr.

Bei Zucchini aus dem eigenen Garten weiß der Hobbygärtner, was drin steckt. Pestizide, wie bisweilen im Supermarktgemüse, gibt es beim selbst angebauten Produkt jedenfalls nicht.

Trotzdem kann der Zucchiniverzehr aus dem Selbstanbau gesundheitsschädlich oder im schlimmsten Fall sogar tödlich sein! Schuld daran ist ein natürlich vorkommender Giftstoff im Gemüse.

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Erstes Warnzeichen: Bitterer Geschmack

Schmeckt bereits der erste Bissen des hauseigenen Zucchini-Eintopfs bitter, ist Vorsicht geboten. Im Gemüse könnten nämlich Curcurbitacine enthalten sein und selbst die Hitze beim Kochen nimmt ihnen nicht die schädliche Wirkung.

Diese Bitterstoffe schädigen die Magenschleimhaut und können im Extremfall ein Multiorganversagen hervorrufen, sagte Rudolf Pfab, toxikologischer Experte aus München gegenüber dem Portal „merkur.de.“

Vergiftungsgefahr unter Kleingärtnern

Vergiftungsfälle nach dem Genuss von giftigen Kürbisgewächsen sind in Deutschland nicht untypisch. Übelkeit und Durchfall sind die ersten Anzeichen einer solchen Vergiftung.

In einzelnen Fällen wirkt das Toxin besonders drastisch, weswegen man eine bittere Zucchini keinesfalls leichtfertig verzehren sollte. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit beobachtete, dass sich besonders oft Kleingärtner unwissentlich vergiften, wenn sie Samen aus der eigenen Züchtung verwenden.

In Heidenheim starb zuletzt ein 79-jähriger, nachdem er über starke Bauchkrämpfe geklagt hatte. Zuvor hatte er einen Auflauf aus selbstgezüchteten Zucchini gegessen.

Diese Zucchini sind sicher

Zucchini-Fans können aufatmen: Man muss natürlich nicht gänzlich auf sein Lieblingsgemüse verzichten. Aus handelsüblichen Zucchini ist das Toxin bereits herausgezüchtet.

Das Gemüse aus dem Supermarkt gilt daher in der Regel als sicher. Ist die Zucchini fest und neutral bis leicht süßlich im Geschmack, kann man davon ausgehen, dass keine giftigen Bitterstoffe enthalten sind – auch bei der Selbstzucht..

Beim Anbau im eigenen Garten kann es allerdings zu Mutationen kommen, wodurch sich das Gift wieder bildet. Besondere Gefahr besteht in unmittelbarer Umgebung von Zierkürbissen: Die Nähe zu den Kürbisgewächsen kann bei Zucchinipflanzen solche gefährlichen Rückkreuzungen auslösen.

Experten warnen deshalb: Auf gar keinen Fall sollte man Samen aus dem eigenen Garten zum weiteren Anbau verwenden!

Besser auf Zucchini verzichten?

Achtet man auf die Toxin-Warnzeichen, sind aber äußerst gesund. Das enthaltene Calcium, das Eisen sowie das Magnesium sind wertvolle Bestandteile einer gesunden Ernährung. Dazu trängt das Gemüse zu einer schlanken Linie bei: Eine mittelgroße Zucchini enthält nur etwa 31 Kalorien.

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