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Granatapfel entkernen: So wird’s gemacht

Mein schöner Garten 15.09.2018 Kathrin Auer
Granatapfel entkernen: Um unliebsame Saftspritzer zu vermeiden, sollte man die Granatapfelkerne am besten unter Wasser aus der Frucht lösen © iStock/Studio-Annika Um unliebsame Saftspritzer zu vermeiden, sollte man die Granatapfelkerne am besten unter Wasser aus der Frucht lösen

Beim Herauslösen der saftig-süßen Granatapfelkerne kommt es nicht selten zu unliebsamen Flecken. Wir erklären, wie Sie die exotischen Früchte richtig schneiden, öffnen und entkernen.

Wie kann man einen Granatapfel leicht und fleckenlos entkernen? Diese Frage stellt sich immer wieder, wenn die rundlichen Exoten mit der auffälligen Krone verführerisch vor einem liegen. Wer schon einmal einen Granatapfel aufgeschnitten hat, weiß: Der rote Fruchtsaft spritzt gerne in alle Richtungen – und landet nicht selten auf der Kleidung. Durch die hohe Färbekraft lassen sich die Flecken nur schwer wieder entfernen. Wer an die köstlichen Kerne kommen möchte, muss jedoch nicht verzweifeln. Wir erklären Ihnen, wie Sie einen Granatapfel sauber öffnen und entkernen.

Granatapfelkerne © iStock/KVLADIMIRV Granatapfelkerne

Ursprünglich stammt der Granatapfelbaum (Punica granatum) aus dem subtropischen Asien, findet sich aber mittlerweile auch im Mittelmeerraum wieder. Von Oktober bis Februar kommen die rundlichen, meist roten Beeren mit der ledrigen Schale vor allem aus Spanien und Israel zu uns. Das Fruchtinnere ist durch häutige Wände aus schwammigem Gewebe in mehrere Fruchtkammern gegliedert. In diesen Kammern liegen zahlreiche Samen. Dabei ist jeder Samen von einem weinroten, glasigen und saftigen Samenmantel umgeben, der mit einem süß-säuerlichen Geschmack betört. Beim Vertrocknen platzt die Fruchtschale Monate nach der Reife explosionsartig auf und schleudert die Samen in die Umgebung – daher auch der Name der Frucht.

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Krone anschneiden © iStock/Studio-Annika Krone anschneiden

Die saftig-süßen Kerne schmecken wunderbar aromatisch und eignen sich hervorragend zum Verfeinern von süßen und herzhaften Speisen. Zudem sind sie sehr gesund: Das Obst ist ein wichtiger Lieferant von Mineralstoffen, B-Vitaminen und Eisen. Außerdem enthalten die knackigen Kerne viele Antioxidantien, sogenannte Polyphenole und Flavonoide, die unsere Körperzellen vor schädlichen Einflüssen schützen. Um die saftig umhüllten Samen aus der reifen Frucht zu lösen, gibt es verschiedene Techniken. Wir stellen die besten vor.

Granatapfel richtig schneiden

Frucht einschneiden © iStock/Studio-Annika Frucht einschneiden

Beim Aufschneiden eines Granatapfels sollte man sich bewusst machen, dass die Kerne in Fruchtkammern liegen. Anstatt die Früchte einfach wie einen Apfel zu halbieren, können Sie gezielt die Segmente herauslösen, um so möglichst wenige Kerne zu verletzen. Legen Sie sich zum Aufschneiden ein stabiles Schneidebrett und ein scharfes Messer bereit. Schneiden Sie zunächst den Blütenansatz der Frucht wie einen Deckel kreisrund ab. So können Sie gut die häutigen, weißen Trennwände zwischen den Fruchtsegmenten erkennen. Die Früchte besitzen meist vier bis sechs Kammern. Schneiden Sie nun entlang der Trennschichten vertikal zur Fruchtunterseite und wiederholen Sie den Vorgang für jedes Segment. Nun können Sie die Frucht vorsichtig öffnen. Entfernen Sie eventuell den weißen Strunk in der Mitte und lösen Sie die Kerne aus den Segmenten – entweder mit den Fingern oder einem kleinen Löffel. Das Herauslösen gelingt am besten in einer Schüssel unter Wasser (siehe nächster Punkt).

Granatapfel unter Wasser entkernen

Aufgeschnittener Granatapfel © iStock/Studio-Annika Aufgeschnittener Granatapfel

Um einen Granatapfel unter Wasser zu entkernen, benötigen Sie neben einem Schneidebrett und einem Messer nur eine große Schüssel, Leitungswasser und ein Sieb. Schneiden Sie zunächst den Stiel- und Blütenansatz der Frucht ab und ritzen Sie die Schale ein. Füllen Sie die Schüssel mit Wasser und brechen Sie den Granatapfel unter Wasser auf. Der große Vorteil dieser Methode: Werden die Kerne verletzt, kann der austretende Saft keinen großen Schaden anrichten, sondern vermischt sich direkt mit dem Wasser. So vermeiden Sie nicht nur unliebsame Spritzer auf Kleidung, Tisch und Boden – die Kerne lassen sich auch leichter von den weißen, ungenießbaren Häutchen trennen. Denn während die Kerne auf den Boden der Schüssel sinken, schwimmen die Trennschichten an der Wasseroberfläche. Mit dem Sieb oder einem Löffel können Sie diese einfach aus dem Wasser fischen. Lassen Sie die Kerne zum Schluss in einem Sieb abtropfen.

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