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Intervallfasten und Keto-Diät: Diese Kombination sorgt für schnellen Gewichtsverlust

ELLE-Logo ELLE vor 6 Tagen Louisa Markus
Abnehmen mit Intervallfasten und der Keto-Diät © iStock Abnehmen mit Intervallfasten und der Keto-Diät

Eine Diät ist auf lange Sicht eine Herausforderung, bedarf viel Disziplin und Durchhaltevermögen, um dem gefürchteten Jojo-Effekt entgegenzuwirken. Wie kann es also funktionieren, zwei reduzierte Ernährungsweisen miteinander zu kombinieren? Ist das möglich? Und wie gesund ist es für den Körper? Diese Fragen stellen sich bei dem Zusammenspiel aus ketogener Diät und Intervallfasten, beide für sich anerkannte Wege zum Abnehmen. Doch die gleichzeitige Durchführung ist ein anderes Level, das schnellen und effektiven Gewichtsverlust verspricht, aber auch das eigene Körperbewusstsein auf die Probe stellt. Hier wird mit der sogenannten Ketose gespielt – einer Stoffwechselreaktion, die man mit einer veränderten Ernährung auslösen und die körpereigenen Prozesse zum eigenen Vorteil austricksen kann. 

Wie kann man Intervallfasten mit der Keto-Diät kombinieren? 

Wenn von Trend-Ernährungen die Rede ist, stehen Intervallfasten und die ketogene Diät ganz oben auf der Liste. Sie sind die derzeit erfolgreichsten Abnehm-Methoden, die verhältnismäßig einfach in den Alltag integrierbar sind und langfristig für Gewichtserfolge sorgen. Die Kombination aus beiden ist eine Herausforderung, die ein neues Maß an Disziplin erfordert. Aber: Sie ist möglich – denn: Es handelt sich um zwei Ernährungskonzepte, die auf verschiedenen Methoden basieren. Während man seinen Fokus bei der Keto-Diät auf eine fettreiche und kohlenhydratarme Kost legt, funktioniert das Intervallfasten nach einem Zeitplan. Heißt: Man verzichtet zum Beispiel 16 Stunden komplett auf Nahrung und gesüßte Getränke und isst nur die darauffolgenden acht Stunden. In dieser Zeit darf man allerdings nicht alles zu sich nehmen, sondern hier kommt die ketogene Ernährung zum Einsatz, die auf gesunde Fette (sprich: Lachs, Avocados, Nüsse) setzt und Kohlenhydrate weitestgehend aus dem Speiseplan streicht. Beide Ernährungsweisen laufen nach dem Vorsatz, die Ketose im Körper zu aktivieren, die auf lange Sicht beim Abnehmen hilft. 

Was passiert bei der Ketose?

Die Ketose ist eine Stoffwechselreaktion im Körper und meint, dass der Organismus seine Energiegewinnung umstellt. Normalerweise zieht er sein Leistungsspektrum aus Glucose, die über kohlenhydratreiche Mahlzeiten in den Körper gelangt. Bei der ketogenen Diät streicht man sie allerdings aus der Ernährung und isst ganz bewusst 60 bis 75 Prozent gute Fette am Tag. Nach rund 24 bis 72 Stunden sind die Glucosespeicher im Körper aufgebraucht und er muss sich eine neue Quelle für seine Energiezufuhr suchen: Hier kommen die Fette zum Einsatz. Im sogenannten Hungerstoffwechsel kann sich der Körper noch rund 50 Tage aus den Fettspeichern bedienen und überleben – diesen Zustand möchte man natürlich nicht herbeiführen, weshalb man ihn mit einer Extraportion Fetten versorgt. So arbeitet er mit den Reserven, die wir an Bauch, Hüften und Po loswerden wollen und reagiert langfristig mit einem Gewichtsverlust. Sowohl die ketogene Diät als auch das Intervallfasten arbeiten mit dem Zustand der Ketose und wollen diese andere Art des Stoffwechsels herbeiführen, um den Körper hinters Licht zu führen – kein Wunder also, dass eine Kombination aus beiden Ernährungsweisen einen noch schnelleren Abnehmerfolg herbeiführt.

Wie gesund ist diese Ernährungskombination für den Körper? 

Während der Körper einiger Menschen gut mit der Ketose umgehen kann und wenige bis keine Nebenwirkungen hat, leiden andere unter Schlafmangel, Konzentrationsstörungen oder trockenen Schleimhäuten. Gerade in der Umstellungsphase auf die Keto-Diät reagieren manche mit grippeähnlichen Symptomen – hier zeigt der Körper, wie anstrengend der neue Stoffwechsel für ihn sein kann. Die Kombination aus Intervallfasten und ketogener Diät stellt bei richtiger Anwendung kein Problem dar, wenn der eigene Organismus mit der vorhandenen Energie umgehen kann und man sich gut dabei fühlt. Allerdings sollte man die körperliche Konstitution vorher mit einem Arzt besprechen, um keine gesundheitlichen Risiken einzugehen. Und auch die richtige Ernährung mit vielen frischen Lebensmitteln, guten Fetten und Ballaststoffen spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Eine weitere Schwierigkeit könnte auf Dauer sein, dass man beide Diäten schwer in den eigenen Alltag integrieren kann und durch vermehrte Ausnahmen dem Abnehmerfolg entgegenwirkt. Daher sollte jeder für sich selbst entscheiden, wie realistisch die Diät-Kombination für den eigenen Lebensstil ist. Wichtig: Frauen in der Schwangerschaft, Leistungssportler und Menschen mit Vorerkrankungen sollten diese Ernährungsweisen lieber nicht gleichzeitig durchführen.

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