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So schaffen Sie den Aufbruch zu echter Selbstliebe

KLEINE ZEITUNG-Logo KLEINE ZEITUNG 22.01.2019 Kleine Zeitung
Bild: S.Kobold - Fotolia © Bild: S.Kobold - Fotolia Bild: S.Kobold - Fotolia

Wie treffen wir gute Entscheidungen? Sabine Pelzmann plädiert in ihrem Buch für mehr Mut zu Veränderung - in Verbundenheit mit uns selbst und anderen.

An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser“, erklärte einst Charlie Chaplin. Woher weiß man, dass es Zeit für eine Entscheidung geworden ist?

SABINE PELZMANN: Meist deutet sich das durch ein Unbehagen an, das man eine Weile lang spürt und das sich auch leiblich ausdrückt. Wenn wir auf dieses Unbehagen achten, können wir auch schon sehr früh wahrnehmen, wenn etwas nicht mehr passt. Der Schlüssel ist, hinzuschauen. Aufbruch hat für mich damit zu tun, dass wir uns erlauben, in Selbstliebe ein Stück weit näher zu uns zu rücken, uns mehr in unsere eigene Richtung zu bewegen. Dabei geht es nicht darum, losgelöst von allen anderen Entscheidungen zu treffen, sondern gut in Verbundenheit zu sein - mit uns selbst, auch mit der Umwelt.

In Beziehungskonflikten, auch bei beruflichen Entscheidungen ist es nicht immer einfach, die richtige Richtung zu erkennen und einzuschlagen. Woran kann man sich orientieren?

Am besten ist, sich an den eigenen Sehnsüchten zu orientieren, die immer wieder aufflackern: Wenn ein inneres Bild auftaucht, das vielleicht noch unscharf sein mag, es dennoch ernst zu nehmen. Der US-Therapeut Arnold Mindell spricht von kleinen „Flirts mit der Zukunft“, die ein Hinweis darauf sein können, wo mein Werden sich hinbewegen könnte. Auf eine Veränderung kann zunächst eine Chaos-Phase folgen, in der sich alles neu orientiert. Unser Körper ist sehr weise: Wenn wir eine gute Entscheidung getroffen haben, geht eine Form von Erleichterung, ein tiefer Atemzug durch uns.

Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Indem wir uns uns selbst aufmerksam zuwenden. Selbstliebe bedeutet, zu unseren Gefühlen bedingungslos Ja zu sagen, immer wieder von Neuem. Sie bedeutet auch, unseren Gestaltungsspielraum zu nutzen und den persönlichen Kern immer weiter herauszuschälen und zu entfalten.

Warum tun wir uns so schwer, uns zu verändern und größere Entscheidungen zu treffen?

Wir können uns das Neue oft noch nicht vorstellen - weil es noch nicht da ist, und das macht Angst. Das ist für den einzelnen Menschen ganz ähnlich wie in Organisationen oder für uns als Gesellschaft. Wir leben in einer Welt, die sehr stark von Veränderung betroffen ist - von der Globalisierung über die Digitalisierung, Klima-Veränderungen bis in den Bereich, wie wir Beziehung leben. Manchmal ist es notwendig, Entscheidungen zu treffen, die in irgendeiner Form Lösung oder Trennung von Altem bedeuten. Da braucht es unseren Mut, wirklich etwas Neues für uns zu denken, und so Entscheidungen in eine erst im Entstehen begriffene Zukunft hinein zu treffen.

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