Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

USA: Warum Kunden jeden Morgen einen Donut-Shop leerkaufen

KURIER-Logo KURIER vor 4 Tagen Redaktion kurier.at

Ein besonderer Akt der Nächstenliebe sorgt in Kalifornien derzeit für Schlagzeilen.

Symbolbild © Getty Images/iStockphoto/hedgehog94/iStockphoto Symbolbild

Seit 30 Jahren bäckt John Chhan in der an der kalifornischen Küste gelegenen Stadt Seal BeachDonuts. Bereits in den frühen Morgenstunden stellt sich der Mann zusammen mit Ehefrau Stella dafür in seinen Laden in der 24.000- Einwohner-Stadt.

Derzeit verkaufen sich die frittierten Hefeteigkrapfen besonders gut. Ungewöhnlich gut sogar. Stammkunden reißen John Chhan die Donuts praktisch aus den Händen. Meist sind die Backwaren bereits nach wenigen Stunden ausverkauft. John Chhan kann deswegen in letzter Zeit oft früher Feierabend machen. Genau das ist es, was die kauffreudigen Kunden erreichen wollen.

Schicksalsschlag

Der Grund für den plötzlichen Run auf die glasierten Krapfenringe ist denkbar tragisch: Johns Frau Stella ist schwer krank. Im Oktober wurde bei ihr ein Hirnaneurysma diagnostiziert. Seither erholt sie sich in einem Pflegeheim. Für die gesamte Familie ist der Schicksalsschlag schwer zu verkraften. "Mir tut es im Herzen weh", sagt Chhan, der das Geschäft trotzdem am Laufen halten muss, gegenüber ABC 7 News.

Genau deshalb kaufen die treuesten Kunden nun besonders beherzt Donuts bei Familie Chhan ein. "Je früher wir ihn nach Hause bringen und Unterstützung für sie bekommen können, desto besser für beide und die Gemeinschaft", sagt etwa Kunde Charlie Dickinson.

"Bin sehr dankbar"

"Ich bin sehr dankbar", zeigt sich John Chhan von der Nächstenliebe und der Unterstützung durch seine Mitmenschen gegenüber CNN ergriffen. Zunächst sollte eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen werden. Doch Chhan, der hart für seinen Lebenstraum gearbeitet hatte, lehnte Spenden ab. So kamen seine Kunden auf die Idee, ihm auf ihre Weise zu helfen. Damit er seine Rechnungen bezahlen kann – und mehr Zeit für seine kranke Frau hat.

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von KURIER

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon