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Guava: Diese Frucht schützt dich während deiner Schwangerschaft

BUNTE.de-Logo BUNTE.de 29.06.2020 BUNTE.de Redaktion
Guaven © iStock/Murilo Gualda Guaven

Spätestens wenn du ein Baby erwartest, fängst du an, genauer darüber nachzudenken, was auf den Tisch kommen soll. Nicht nur die allgegenwärtigen Lebensmittelskandale machen hellhörig. Mittlerweile gehört es zum Allgemeinwissen, dass regionale und saisonale Lebensmittel besonders empfehlenswert sind – für unser Wohlergehen, wozu ja auch der viel beschworene "ökologische Fußabdruck" gehört. Und dann während der Schwangerschaft eine Frucht, die im tropischen und subtropischen Südamerika zu Hause ist? Die US-amerikanische Onlineplattform "healthline.com" – spezialisiert auf Gesundheitsthemen – hat interessante Fakten und Studienergebnisse rund um Guava und die Schwangerschaft zusammengestellt.

Was ist eine Guava und wo wächst sie?

Vielleicht kennst du die Früchte der Guaven aus dem Supermarkt. Sie haben meist eine grüne Schale und oft rötliches – in einigen Fällen auch gelbliches oder weißes – Fruchtfleisch. In gut sortierten Supermärkten gehören Guaven ebenso wie auf dem Wochenmarkt  zum regelmäßigen Angebot.

Die imposanten immergrünen Guavenbäume können bis zu 13 Meter hoch werden. Mit ihrer ausladenden Krone wachsen sie vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten Amerikas, also beispielsweise in der Karibik und in Mittelamerika. Sie gehören zu den Myrtengewächsen.

Nicht nur die Früchte sind für ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften bekannt. Auch die Laubblätter werden von je her als traditionelles Heilmittel eingesetzt. Aufgegossen als Tee sollen sie gegen Durchfall und Zahnschmerzen helfen. Die traditionelle chinesische Medizin stellt aus den Blättern eine Art narkotische Durchfall-Heildroge her. Übrigens stützt die Wissenschaft das über Jahrtausende weitergegebene Wissen: Eine Reihe von Studien konnte die antiallergene, antibiotische, antioxidative und leberschützende Wirkung der Blätter der Guava nachweisen.

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Gesunde Inhaltsstoffe der Powerfrucht

Reife Früchte des Guavenbaumes sollten nach dem Kauf bald genossen werden. Sie halten sich bei Zimmertemperatur nur drei bis vier Tage, im Kühlschrank etwa drei Wochen. Zudem sollten sie sehr vorsichtig behandelt werden, weil sie extrem druckempfindlich sind.

Du kannst die süßsaure Guava roh essen. Das aromatische Fruchtfleisch ist saftig und sowohl weich als auch – wegen kleiner Steinzellen – leicht körnig. Aber Achtung: Für den vollen Genuss müssen die Früchte wirklich reif sein, dann erinnert ihr Geschmack an eine Mischung aus Erdbeere und Birne. Wenn du eine unreife Guava erwischst, hast du schnell ein unangenehm pelziges Gefühl im Mund, untrügliches Zeichen dafür, dass die Frucht noch nachreifen muss.

Wenn du die Frucht nicht roh auslöffeln möchtest, kannst du sie beispielsweise zu Marmelade oder Saft verarbeiten. Guaven enthalten mehr Vitamin C als Orangen, außerdem Calcium und Eisen, die Vitamine A, B1 und Folsäure. Außerdem sind sie reich an dem Ballaststoff Pektin.

Exotische Früchte sind beliebt, und gerade die Ananas schmeckt nicht nur gut, sondern kann noch mehr.

Einflüsse auf die Fruchtbarkeit

"Healthline.com" verweist auf eine aktuelle Studie des Landwirtschaftlichen Forschungsdienstes der USA, worin der positiven Effekte von Guaven für die Fruchtbarkeit und während der Schwangerschaft herausgestellt werden. Nicht nur die rohe Frucht, auch Tees aus den Blättern und Fruchtextrakte werden empfohlen. Wenn du dir ein Baby wünschst, kann der Reichtum an Nährstoffen und Ballaststoffen demnach auch deiner Fruchtbarkeit auf die Sprünge helfen. Mehrere Beobachtungsstudien weisen darauf hin, dass Frauen mit einem höheren Folsäure-Spiegel und mehr Vitamin-C-reicher Nahrung eher schwanger werden.

Allerdings fehlt es noch an speziellen kontrollierten Untersuchungen, die sich konkret mit dem Einfluss von Guaven auf die Fruchtbarkeit auseinandersetzen – insofern fehlt die Bestätigung, dass sie besser wirken als ähnlich zusammengesetzte Früchte oder Lebensmittel.

Es gibt viele Methoden, die den Weg zum Wunschbaby ebnen können.

Was bewirken Guaven während der Schwangerschaft?

Auch hier gilt, dass die Guava als urgesunde Frucht eine Schwangerschaft positiv fördern und dabei helfen kann, Komplikationen zu vermeiden. Diverse Studien haben bewiesen, dass du während der Schwangerschaft für die Entwicklung des Embryos mehr Vitamin C, Folsäure und Proteine benötigst.

Vitamin C dient dem optimalen Wachstum und erleichtert zudem die immens wichtige Eisen-Aufnahme. Ausreichend Folsäure kann dabei helfen, Geburtsfehler zu vermeiden. Sie dient zugleich der normgerechten Entwicklung der Wirbelsäule deines Babys. Eine Studie hat ergeben, dass etwa 165 Gramm Guava ein Fünftel des Tagesbedarfs an Folsäure und beeindruckende 400 Prozent des benötigten Vitamins C mitbringen.

Hinzu kommt, dass Guaven auch andere gesundheitliche Probleme, die dich während der Schwangerschaft plagen können, lindern. Sowohl die Früchte – wegen der Ballaststoffe – als auch Teeaufgüsse aus den Blättern helfen bei Verdauungsproblemen von Durchfall bis Verstopfung.

Guavenblätter können zudem das Risiko von Bluthochdruck und damit einer Präeklampsie reduzieren. Einige Studien lassen vermuten, dass in den Blättern enthaltene Enzyme regulierend auf den Blutdruck wirken. Eine vergleichende Studie von je 145 Erwachsenen ergab, dass der Genuss von Guaven-Fruchtfleisch vor den Mahlzeiten eine signifikante Blutdrucksenkung bewirkt. Auch in Bezug auf Schwangerschafts-Diabetes könnte ein Tee aus Guaven-Blättern durch seine ausgleichende Wirkung auf den Blutzuckerspiegel positiv wirken. Verschiedene Studien bestätigen diesen Effekt – allerdings nicht konkret in Bezug auf Schwangere.

Schwangerschaft und spezielle Essenswünsche sind ein beliebtes Thema, um das sich viele Mythen ranken.

Pro und Kontra Guava

Vorauszuschicken ist laut "healthline.com", dass es noch zu wenige verlässliche klinische Studien zu Guava in der Schwangerschaft gibt. Die frischen Früchte kannst du wohl bedenkenlos genießen. Du wirst von den gesunden Inhaltsstoffen von Folsäure bis Vitamin C profitieren. Darüber hinaus sind die Wirkungen von Aufgüssen aus den Blättern in puncto Verdauung und Diabetes weniger klar. Viele der Studien – auch in Bezug auf den Blutdruck – sind bereits mehrere Jahrzehnte alt.

Weil es bislang keine Studien über eventuelle Risiken bezüglich Guaven-Tees und -Extrakten gibt, solltest du zur Sicherheit vor einer dauerhaften Einnahme mit deinem Arzt sprechen.

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