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Was wurde eigentlich aus dem alten „Traumschiff“?

TRAVELBOOK-Logo TRAVELBOOK 15.09.2020 TRAVELBOOK

Ende 2015 mussten sich Fans der beliebten ZDF-Reihe „Das Traumschiff“ von der „MS Deutschland“ als Kulisse verabschieden. Aber was wurde seitdem aus dem Kreuzer? Und was aus der „MS Berlin“, die noch davor von 1986 bis 1998 als diente?

Ihren ersten TV-Auftritt hatte die „MS Deutschland“ in Folge 34, die am 2. Weihnachtsfeiertag des Jahres 1999 ausgestrahlt wurde. Das Reiseziel damals: Tahiti. Danach folgten 39 weitere Episoden, in der ganzen Welt war die „MS Deutschland“ als „Traumschiff“ unterwegs, war Kulisse für unzählige Romanzen, Trennungen und Serientode. Am 1. Januar 2015 sahen die ZDF-Zuschauer ihr lange vertrautes „Traumschiff“ dann zum letzten Mal in See stechen. Der Grund: Die „MS Deutschland“ war pleite, Reederei und Betreibergesellschaft hatten Insolvenz angemeldet.

Als neue Kulisse für die ZDF-Serie dient seitdem die „MS Amadea“ des Reiseveranstalters Phoenix Reisen. Aber was wurde eigentlich aus der „MS Deutschland“, die bislang so lange wie kein anderes Schiff vor ihr über die TV-Bildschirme flimmerte? Und was aus dem Vorgängerschiff „MS Berlin“? TRAVELBOOK hat alle Infos.

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„MS Deutschland“ für nur 18,5 Mio. Euro verkauft

Zunächst sah es düster aus für die Zukunft des einstigen „Traumschiffs“: Nachdem die zuständige Reederei Peter Deilmann und der vorherige Eigentümer Ende Oktober 2014 hatten Insolvenz anmelden müssen, fand sich zunächst kein Käufer, es hieß laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ seitens der Gläubiger schon, selbst eine Überführung des Schiffs zum Abwracken nach Indien sei zu teuer.

Schließlich fand sich aber doch noch ein neuer Eigentümer: Die US-Firma Absolute Nevada LCC kaufte die „MS Deutschland“ für 21 Millionen Dollar (umgerechnet rund 18,5 Millionen Euro).

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Im Winter Semesterschiff

Zunächst chartete der Bremer Kreuzfahrtveranstalter Plantours die „MS Deutschland“ noch für fünf Kreuzfahrten, dann wurde das Schiff umgebaut und der Käufer übernahm selbst die Geschäfte. Unter dem neuen Namen „World Odyssey“ stach der Kreuzer seit Herbst 2015 immer über die Wintermonate für den US-Veranstalter „Semester at Seas“ mit 600 Studenten an Bord in See. 2020 musste die Fahrt allerdings frühzeitig wegen der Corona-Pandemie beendet werden.

Im Sommer 2021 wieder „MS Deutschland“

Seit 2016 fährt die  „MS Deutschland“ immer in den Sommermonaten für die Flotte von Phoenix Reisen – einem Bonner Reiseveranstalter, der auch das neue „Traumschiff“, die „MS Amadea“ betreibt. „Wir haben den Markt immer im Auge und dachten uns damals, das Schiff könnte gut zu uns passen“, sagte ein Sprecher von Phoenix Reisen auf Nachfrage von TRAVELBOOK.

Das „schwimmende Grandhotel“, wie die Reederei die „MS Deutschland“ auf seiner Webseite bewirbt, wird nach derzeitigem Stand aufgrund der Coronakrise erst ab Mai 2021 wieder für Phoenix Reisen im Einsatz sein.

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Und was wurde aus dem Traumschiff „MS Berlin“?

Die „MS Berlin“ wurde 1980 gebaut und war von 1986 bis 1998 als „Das Traumschiff“ in der gleichnamigen ZDF-Fernsehserie unterwegs. Nun wechselt die „MS Berlin“ den Besitzer und soll zu einer „Megayacht“ umgebaut werden. Die zu Royalton Investment gehörende Dreamliner Cruises übernehme das Schiff ab sofort und plane einen Komplettumbau.

Damit enden die Tage des ehemaligen „Traumschiffs“ als klassisches Kreuzfahrtschiff, erklärte der bisherige Eigner FTI Cruises aus München. Laut dem Geschäftsführer von FTI Cruises, Alexander Gessl, soll die MS Berlin „in eine moderne, luxuriöse Megayacht verwandelt werden“.

„Die MS Berlin passt aufgrund ihrer Größe perfekt in unsere Vision, Luxusyachtkreuzfahrten anzubieten“, sagte der Chef von Dreamliner Cruises, Clayton Andreson. Die MS Berlin gehörte FTI Cruises seit 2011. Zuletzt war sie mit maximal 412 Passagieren an Bord auf Routen in der Karibik, im Mittelmeer sowie in der Nord- und Ostsee unterwegs.

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