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Iran verkündet Festnahmen nach Flugzeug-Absturz

Tages-Anzeiger-Logo Tages-Anzeiger vor 3 Tagen

Präsident Rohani versichert, alle Verantwortlichen würden bestraft. Der Abschuss sei ein «unverzeihlicher Fehler» gewesen.

«Unverzeihlich»: Irans Präsident Rohani hält sich nicht mit Kritik zurück. © Keystone «Unverzeihlich»: Irans Präsident Rohani hält sich nicht mit Kritik zurück.

Im Iran sind mehrere Personen staatlichen Angaben zufolge wegen ihrer Rolle bei dem Abschuss des ukrainischen Passagierflugzeugs festgenommen worden. Details nannte Justizsprecher Gholamhossein Esmaili am Dienstag nicht. Präsident Hassan Rohani sagte in einer TV-Ansprache, alle Verantwortlichen würden bestraft. «Das war ein unverzeihlicher Fehler.» Es sei ein «guter erster Schritt», dass die Streitkräfte ihren Fehler zugegeben hätten. Es handle sich um ein «tragisches Ereignis», das genau untersucht werde. Seine Regierung sei den Iranern und anderen Nationen, die bei dem Absturz Todesopfer zu beklagen hatten, zur Rechenschaft verpflichtet.

Der Iran hatte am Samstag nach tagelangem Leugnen zugegeben, dass der Absturz der Passagiermaschine am vergangenen Mittwoch nicht auf einen Defekt zurückging, sondern durch einen Raketenbeschuss verursacht wurde. Dies sei unabsichtlich geschehen. Die Revolutionsgarden übernahmen die Verantwortung. Alle 176 Insassen starben, darunter viele Iraner mit doppelter Staatsbürgerschaft. Das Verhalten der Behörden löste nicht nur international, sondern auch im Iran scharfe Kritik an der Führung aus.

30 Personen verhaftet

Bei den regierungskritischen Protesten nach dem Flugzeug-Abschuss im Iran sind nach Behördenangaben rund 30 Menschen festgenommen worden. Ihnen werde Teilnahme an verbotenen Versammlungen vorgeworfen, sagte ein Sprecher der Justizbehörde am Dienstag laut der halbamtlichen Nachrichtenagentur Tasnim. Der Iran hatte am Samstag nach tagelangem Leugnen zugegeben, dass der Absturz einer ukrainischen Passagiermaschine am vergangenen Mittwoch nicht auf einen Defekt zurückging, sondern durch einen versehentlichen Raketenbeschuss verursacht worden sei.

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