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Japans Premier Abe hat Trump wegen Nordkorea für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen – sagt der US-Präsident

Neue Zürcher Zeitung-Logo Neue Zürcher Zeitung 16.02.2019

Ende Februar treffen sich Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un in Vietnam zu einem weiteren Gipfel. Eine offizielle Erklärung über Japans angebliche Nominierung von Trump für den Friedensnobelpreis steht bisher aus.

Der amerikanische Präsident Donald Trump schaut den japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe am Eröffnungstag des ;G-20-Gipfels in Argentinien am 30. November 2018 an. (Bild: Daniel Jayo / Getty Images) © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung AG Der amerikanische Präsident Donald Trump schaut den japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe am Eröffnungstag des ;G-20-Gipfels in Argentinien am 30. November 2018 an. (Bild: Daniel Jayo / Getty Images)

(dpa)

Wegen seiner Nordkorea-Politik ist der amerikanische Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben vom japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden. «Ministerpräsident Abe aus Japan hat mir die schönste Kopie eines Briefes gegeben, den er an die Leute geschickt hat, die etwas vergeben, was Friedensnobelpreis genannt wird», sagte Trump am Freitag im Rosengarten des Weissen Hauses. «Er sagte, ich habe Sie nominiert.» Er – Trump – habe Abe daraufhin gedankt und ihm gesagt: «Viele andere Leute sehen das auch so.»

Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un kommen am 27. und 28. Februar in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi zu einem Gipfel zusammen – gut acht Monate nach ihrem ersten Spitzentreffen in Singapur. Trump lobte sich am Freitag für seine Bemühungen um eine Denuklearisierung Nordkoreas. Grund für Abes Vorschlag sei gewesen, dass früher nordkoreanische «Raketen über Japan geflogen» seien. «Und wo sind wir jetzt?», fragte Trump. «Keine Raketen, keine Atomtests.»

Trump fügte mit Blick auf die Japaner hinzu: «Plötzlich fühlen sie sich gut, sie fühlen sich sicher. Ich habe das geschafft.» Wegen seiner Verhandlungen mit Nordkorea sei er als «verrückt» bezeichnet worden, seine Politik habe sich aber als erfolgreich herausgestellt. Inzwischen habe er eine sehr gute Beziehung zu Kim. «Ich mag ihn sehr und er mag mich sehr.» Unter dem früheren amerikanischen Präsidenten Barack Obama sei es dagegen fast zum Krieg mit Nordkorea gekommen.

Seine Chancen auf den Friedensnobelpreis sieht Trump dennoch nicht als besonders hoch an. «Ich werde ihn wahrscheinlich nie bekommen, aber das ist in Ordnung», sagte er am Freitag. «Sie haben ihn Obama gegeben. Er wusste nicht einmal, wofür er ihn bekommen hat.» Obama sei «ungefähr 15 Sekunden» im Amt gewesen, als er im Jahr 2009 als Friedensnobelpreisträger verkündet worden sei.

Der südkoreanische Präsident Moon Jae In hatte sich im Frühjahr vergangenen Jahres dafür ausgesprochen, dass Trump wegen seiner Bemühungen im Nordkorea-Konflikt mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet werden sollte. Über einen entsprechenden Vorschlag Japans war bisher nichts bekannt.

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