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So reagiert das Internet auf Trumps «Finnland-machts-besser»-Vergleich

watson.ch-Logo watson.ch 18.11.2018 Daniel Schurter
Der US-Präsident hat in einen skandinavischen Laubhaufen gestochen ...

Vorbemerkung: Die verheerenden Waldbrände in Kalifornien haben viele Menschenleben gefordert und immensen materiellen Schaden angerichtet. Und nur dank besonnener Reaktionen und glücklichem Zufall sind nicht noch mehr Leute im Rauch- und Flammenmeer umgekommen, wie der BBC-Bericht The day Paradise burned down zeigt.

Doch darum gehts nicht in diesem Beitrag, sondern um die Reaktionen, die der Besuch des US-Präsidenten im Katastrophengebiet ausgelöst hat. Donald Trump beliess es nicht dabei, der betroffenen Bevölkerung Mut zu machen und Unterstützung zuzusichern. Er redete sich vor laufenden Kameras um Kopf und Kragen.

Kurzfassung: Die faulen und überbezahlten Forstleute müssten nur den Waldboden aufräumen bzw. harken. Oder meinte er vielleicht gar Laub rechen?

Dies soll ihm der finnische Staatspräsident verraten haben. In den Worten des Sprachakrobaten:

«You gotta take care of the floors. You know the floors of the forest, very important ... I was with the President of Finland ... he called it a forest nation and they spent a lot of time on raking and cleaning and doing things and they don't have any problem.» //Donald Trump

Ein Zusammenhang mit der Erderwärmung? Nope! Auch wenn etliche Wissenschaftler die Feuer auch auf die anhaltende Dürre in Folge des Klimawandels zurückführen.

Die Reaktionen liessen nicht lang auf sich warten ... 

Hashtag: #RakeAmericaGreatAgain

Er würde Finnland und Kalifornien bezüglich der klimatischen Verhältnisse nicht vergleichen, twitterte der Forscher Veli-Pekka Kivimäki. «Ausserdem sind 80 Prozent des Landes als Waldfläche eingestuft. Wir maniküren nicht gerade alles.»

«Jemand soll bitte Donald Trump einen Globus zeigen, damit er weiss, wie nahe Finnland am Nordpol liegt, im Vergleich zu Kalifornien.»

Denn ...

Auch Finnland hatte diesen Sommer mit Waldbränden zu kämpfen

Wenn auch längst nicht in gleichem Ausmass wie der Nachbar Schweden, wo viele Feuer wüteten.

Fazit: «It's Climate Change, Stupid!»

Trump sollte «seinem vertrauenswürdigen Berater», dem finnischen Premierminister, bei der Festlegung ehrgeiziger Ziele folgen, um die globale Erwärmung zu stoppen ...

Auch Kaliforniens Feuerwehrverband hatte erklärt, die Brände entstünden und verbreiteten sich nicht nur in Forstgebieten. Zudem seien fast 60 Prozent der kalifornischen Wälder unter Bundeskontrolle und etwa ein Drittel in privater Hand. Experten hatten eine lange Dürre, verdorrte Vegetation und extreme Winde als Mitursachen genannt.

Mit Material der Nachrichtenagentur SDA.

(dsc, via Slate)

Vorläufige Bilanz der Grossbrände in Kalifornien: 63 Tote und über 600 Vermisste.

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© KEYSTONE

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