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SRF stellt Ex-Pnos-Mitglied als Bodyguard ein

20 Minuten-Logo 20 Minuten 22.01.2019

Bei der Anti-WEF-Demo ging eine Gruppe von Demonstranten auf zwei SRF-Mitarbeiter los. Zielscheibe waren aber nicht die Journalisten, sondern deren Personenschützer.

Die Anti-WEF-Demonstration, die am Samstag in Bern stattfand, verlief grösstenteils friedlich. Nur kurzzeitig wurde die Situation brenzlig. Wie die «Berner Zeitung» schreibt, lösten sich plötzlich rund zehn Vermummte aus dem Zug der Demonstranten und rannten auf eine Gruppe zu. Dabei wurde «Scheiss-Faschos» gerufen. Den Angegriffenen gelang es jedoch, in eine Seitengasse zu flüchten, nur einer von ihnen bekam einige Fusstritte und Faustschläge ab.

Was erst nach dem Vorfall bekannt wurde: Bei der Gruppe der angegriffenen Personen handelte es sich unter anderem um einen Videojournalisten und einen Tonoperateur des SRF. Ihnen soll der Angriff aber nicht gegolten haben.

Denn noch am selben Abend meldete sich die Revolutionäre Jugendgruppe Bern (RJG), die die Demonstration in die Wege geleitet hatte, zu Wort. Der Angriff habe nicht den Journalisten gegolten, sondern Stefan Wüthrich, der ebenfalls bei der Gruppe stand. Bei ihm handle es sich um ein Ex-Pnos-Mitglied.

Der 33-jährige Wüthrich hat sich mittlerweile von der Pnos distanziert und betreibt heute ein Selbstverteidigungs- und Fitnessstudio in Ostermundigen BE. Gegenüber der «Berner Zeitung» erklärt Wüthrich, weshalb er an der Demo teilgenommen habe: Er sei vom SRF als Personenschützer engagiert worden.

Potenzielle Zielscheibe

Das SRF bestätigt, dass an der Demonstration ein Kameramann und ein Tonoperateur zusammen mit zwei Personenschützern teilgenommen haben. Sie seien dabei bewusst nicht als Mitarbeiter des SRF gekennzeichnet gewesen, weil sie sich dadurch auch als potenzielle Zielscheibe exponiert hätten. Ausserdem erklärt die Mediensprecherin des SRF: «Wenn Personenschützer zum Einsatz kommen, arbeitet SRF mit privaten Sicherheitsfirmen zusammen.»

Unabhängig vom Zwischenfall am vergangenen Samstag gebe es aber Überlegungen, bei gewissen Demonstrationen künftig mit einem sichtbaren SRF-Logo, beispielsweise an der Jacke, aufzutreten. Nach dem Vorfall vom Samstag wollen die SRF-Verantwortlichen nun das Gespräch mit der Sicherheitsfirma suchen. (doz)

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