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Weiteres Video von Tennisspielerin Peng Shuai aufgetaucht

Der Bund-Logo Der Bund 21.11.2021 Andreas Frei,DPA

In auf Twitter verbreiteten Aufnahmen soll die als verschwunden geltende Tennisspielerin Peng Shuai zu sehen sein.

Chinas Staatsmedien haben ein weiteres Video in Umlauf gebracht, in dem angeblich die als verschwunden geltende Tennisspielerin Peng Shuai zu sehen ist. Auf Twitter veröffentlichte Hu Xijin, Chefredakteur der Staatszeitung «Global Times», einen kurzen Clip, der Peng Shuai bei der Eröffnung eines Jugend-Tennisturniers am Sonntag in Peking zeigen soll. Zu sehen ist, wie sie zusammen mit anderen Gästen namentlich aufgerufen und vom Publikum mit Applaus begrüsst wird. Sie winkt und lächelt kurz, ergreift aber nicht selbst das Wort.

Peng Shuai hatte Anfang November im sozialen Netzwerk Weibo einen chinesischen Spitzenpolitiker des sexuellen Übergriffs beschuldigt. Seither wurde die Chinesin nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Bereits am Freitagabend hatte das chinesische Staatsfernsehen auf Twitter angeblich aktuelle Fotos des Tennisstars verbreitet. Am Samstag wurde dann – ebenfalls per Twitter – eine Videoaufnahme verbreitet, die Peng Shuai beim Abendessen mit Freunden in einem Pekinger Restaurant zeigen soll.

«Dieses Video alleine ist nicht ausreichend», hatte Steve Simon, Chef der internationale Damentennis-Organisation WTA, den Restaurant-Clip kommentiert. «Während es positiv ist, sie zu sehen, bleibt es unklar, ob sie frei ist und ihre eigenen Entscheidungen treffen kann.»

Es werde damit nicht klar, ob sie ohne Zwang handeln könne. Er sorge sich weiterhin um ihre Gesundheit und Sicherheit und darüber, dass ihr Vorwurf eines sexuellen Übergriffs offensichtlich zensiert werde, sagte Simon. Wegen der Affäre droht die WTA mit dem kompletten Rückzug der Tennis-Tour aus China.

Britische Regierung fordert Beweise

Nach Frankreich und den USA hat auch die britische Regierung China aufgefordert, «nachprüfbare Beweise» für die «Sicherheit und den Verbleib» der chinesischen Tennisspielerin Peng Shuai zu liefern. «Wir sind extrem besorgt über das Verschwinden von Peng Shuai und verfolgen die Angelegenheit genau», erklärte das britische Aussenministerium am Samstag in London. Zugleich betonte es das Recht, sich frei zu äussern.

«Jedem sollte es erlaubt sein, sich ohne Furcht vor den Auswirkungen zu äussern», hiess es in der Erklärung des Aussenministeriums. «Jeder gemeldete Fall sexueller Übergriffe, egal wo in der Welt, sollte untersucht werden.»

Von zahlreichen Seiten, darunter auch von den USA, Frankreich und dem UN-Hochkommissariat für Menschenrechte, wurde Peking seitdem aufgefordert, Belege für Pengs Aufenthaltsort zu liefern. Tennisstars wie Novak Djokovic, Naomi Osaka, Serena Williams und zuletzt Roger Federer und Rafael Nadal äusserten sich besorgt.

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