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Zofinger Siegfried liefert bald Biontech-Impfstoff +++ Bund zahlt künftig weniger für die WEF-Sicherheit – und weitere Wirtschaftsmeldungen

Neue Zürcher Zeitung-Logo Neue Zürcher Zeitung 24.02.2021

Die Privatbank EFG überrascht positiv

amü. Die Vermögensverwaltungsbank EFG International hat im Pandemiejahr 2020 trotz harzigem Start deutlich mehr Reingewinn geschrieben als im Vorjahr (115 Mio. Fr., +22%). Ein schöner Teil des Wachstums ist auf positive Sondereffekte zurückzuführen. Ein Portefeuille an Lebensversicherungspolicen aus Kalifornien, das die Bank vor über 10 Jahren zur Diversifizierung ihrer Anlagen erworben hatte und seither mit sich trägt, steuerte für einmal 15 Mio. Fr. an den Gewinn bei.

Doch auch im Kerngeschäft zeigte sich EFG robust. Es gelang der Vermögensverwaltungsbank besonders im zweiten Halbjahr sehr gut, die Kosten in Griff zu bekommen, diese sanken um 5,2% übers Gesamtjahr gesehen. Die betriebliche Effizienz nahm deutlich zu, auch wenn der Gesamtertrag etwas zurückging.

Die Bank verwaltet nun fast 159 Mrd. Fr. an Kundengeldern. Sie konnte 2020 Neugelder im Wert von 8,4 Mrd. Fr. anziehen, der Vermögensbestand wuchs aber bloss um 5 Mrd. Fr. Ins Gewicht fällt dabei besonders der hoch bewertete Schweizer Franken: Er trifft das international ausgerichtete Finanzinstitut stärker als vorwiegend national aufgestellte Konkurrenten.

Alles in allem überraschte die Bank auch die Analytiker positiv. Die gesunkene Kostenbasis und die Zunahme bei den verwalteten Vermögen bilden eine gute Ausgangslage dafür, dass EFG auch 2021 die Gewinne steigern kann. Die Bank will weiterhin eine Dividende von 30 Rp. Pro Aktie zahlen.

Siegfried liefert bald Biontech-Impfstoff

Siegfried wird ab Mitte Jahr den Biontech-Impfstoff abfüllen und verpacken. ; Matthias Rietschel / Getty Images Europe © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung Siegfried wird ab Mitte Jahr den Biontech-Impfstoff abfüllen und verpacken. ; Matthias Rietschel / Getty Images Europe

nz. Das Zofinger Pharma-Unternehmen Siegfried wird ab Mitte Jahr für Biontech im deutschen Werk Hameln den auf mRNA-Technologie basierenden Covid-19-Impfstoff bereitstellen. Es werden gemäss einer Pressemitteilung von Siegfried 50 neue Arbeitsplätze geschaffen und in eine Produktionsanlage zur aseptischen Abfüllung und Verpackung von grossen kommerziellen Mengen investiert.

Für die technisch anspruchsvolle Aufgabe würden zudem spezifische Lagerkapazitäten zur Verfügung gestellt. Der mit Biontech geschlossene Kooperations- und Liefervertrag läuft zunächst bis Ende 2022, doch bestehe die gemeinsame Absicht, die Zusammenarbeit zu einer langfristigen Partnerschaft auszubauen.

Im schwierigen Corona-Jahr hat Siegfried den Umsatz um 1,4% auf 845 Mio. Fr. und in Lokalwährungen um 4,5% erhöht. Für das laufende Jahr zeichnet sich ein Umsatzsprung auf mehr als 1 Mrd. Fr. ab, da von Novartis zwei Werke mit rund 1000 Mitarbeitenden in Barcelona übernommen worden sind und die Integration gut vorankommt. Aus dem um einen Zehntel gesteigerten Core-Reingewinn von 72,5 Mio. Fr. soll je Aktie eine Dividende von 3 Fr. gegenüber Fr. 2.80 ausbezahlt werden.

Valora schreibt im Corona-Jahr einen Verlust

ng.

Der Convenience-Food-Anbieter Valora hat im Pandemie-Jahr weniger Umsatz erzielt und einen Verlust geschrieben. Der Nettoumsatz ging 2020 um 15% auf 1,7 Mrd. Fr. zurück, der Betriebsgewinn (Ebit) lag bei 14,1 Mio. Fr. und unter dem Strich resultierte ein Fehlbetrag von 6,2 Mio. Fr. nach einem Gewinn von 73,7 Mio. Fr. im Vorjahr. Valora verzichtet auf die Ausschüttung einer Dividende.

Das Unternehmen litt unter den abgeflauten Pendlerströmen an stark frequentierten Orten wie Bahnhöfen. Im Food-Bereich sank der Umsatz um 30,4%, während sich das Retail-Geschäft (u. a. Zeitungen und Tabak) etwas besser entwickelte (-13,7%). Wie Valora am Mittwoch schreibt, sind die Mieten über das gesamte Verkaufsstellennetz im Durchschnitt nur um 11% gesenkt worden. Man habe kontinuierlich Massnahmen ergriffen, um die Kostenbasis zu senken. Der Betriebsaufwand konnte insgesamt um 11,7% reduziert werden. Der Konzern rechnet mit einer deutlichen Erholung der Geschäfte im zweiten Halbjahr. Vor Juni sei aber nicht mit wesentlich höheren Kundenfrequenzen zu rechnen.

Schweizer Maschinenindustrie fordert weitere staatliche Hilfen

tsf. Die Covid-Pandemie hat in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) deutliche Spuren hinterlassen. Wie der Verband Swissmem am Mittwoch bekanntgab, verringerten sich die Aufträge 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozent, die Umsätze um 9,8% und die Exporte sogar um hohe 11,2 Prozent. Die globalen Lockerungen der Covid-Eindämmungsmassnahmen hätten im zweiten Halbjahr 2020 zu einer allmählichen Erholung der geschäftlichen Lage geführt. Es gebe Anzeichen aus den Firmen, die zeigten, dass sich die Erholung 2021 fortsetzen könnte. Der Verband warnt aber, dass eine allfällige dritte Pandemiewelle global zu einem neuerlichen Einbruch führen könnte. Zudem dämpften die bestehenden strukturellen Herausforderungen, wie beispielsweise die Frankenstärke, Handelskonflikte und das ungeklärte Verhältnis zu Europa, den Optimismus.

Der Verband forderte den Bund auf, die maximale Bezugsdauer für Kurzarbeitsentschädigung auf 24 Monate zu erhöhen und eine Neuauflage der Covid-19-Liquiditätshilfen an die Hand zu nehmen. Ziel der Massnahmen sie es, einen weiteren, pandemiebedingten Stellenabbau zu verhindern.

Bund zahlt künftig über eine Million Franken weniger für die WEF-Sicherheit

tsf. Der Bundesrat will die Sicherheitsmassnahmen beim Jahrestreffen des World Economic Forum (WEF) weiterhin unterstützen. Er hat er für die Zukunft den Einsatz von maximal 5000 Armeeangehörigen im Assistenzdienst und eine Beteiligung an den Sicherheitskosten durch den Bund in der Höhe von maximal 2,55 Millionen Franken pro Jahr beschlossen. Das WEF sei eine wertvolle Plattform für die Schweiz, begründete der Bundesrat in einer Mitteilung vom Mittwoch den Schritt. Konkret verringert der Bund allerdings seinen Kostenanteil von 3,675 Millionen in den Vorjahren auf 2,55 Millionen Franken pro Jahr. Die Stiftung WEF beteiligt sich entsprechend stärker an der Finanzierung der Sicherheitsmassnahmen. Diese werde damit zur grössten Beitragsgeberin, heisst es in der Mitteilung des Bundesrats.

BMW-Chef sagt Teslas baldige Ablösung als E-Marktführer voraus

BMW-Verwaltungsratspräsident Oliver Zipse sieht das Unternehmen mit Blick auf Elektrofahrzeuge gut auf Kurs. Gerhard Leber / Imago © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung BMW-Verwaltungsratspräsident Oliver Zipse sieht das Unternehmen mit Blick auf Elektrofahrzeuge gut auf Kurs. Gerhard Leber / Imago

(Bloomberg) BMW sieht das Ende von Tesla jahrelanger Dominanz bei Elektroautos bald gekommen. Vorstandschef Oliver Zipse verweist auf eine Fülle neuer batteriebetriebener Modelle, die traditionelle Autobauer demnächs einführen. «Für Tesla wird es nicht einfach sein, mit dieser Geschwindigkeit weiterzumachen, da der Rest der Branche grosse Fortschritte macht,» sagte Zipse am Montag an einer Technologiekonferenz. Im vergangenen Jahr verlangsamte sich Teslas Wachstumsrate bereits auf 36 Prozent; in Europa wuchsen die Amerikaner nur noch etwa so schnell wie der Gesamtmarkt, wie Zipse erklärte.

Automanager äussern sich selten derart direkt über Konkurrenten. Zipses Kommentar zeigt ein neu gewonnenes Selbstvertrauen der traditionellen Hersteller, die Milliarden in die Elektrifizierung ihrer Fahrzeuge investieren. BMW arbeitet an elektrischen Versionen seines SUV X1 sowie an entsprechenden Varianten der 5er und 7er Reihen.

Auch Volkswagen ist möglicherweise nicht mehr weit davon entfernt, an Elon Musks Tesla vorbeizuziehen. VW will den Anteil vollelektrischer Fahrzeugen dieses Jahr mindestens auf 6% bis 8% des Absatzes verdoppeln. Am oberen Ende dieses Zielbereichs könnte VW den von Tesla erwarteten Auslieferungen von mindestens 750 000 Autos damit schon recht nah kommen.

Fed-Chef Powell: Wirtschaft der USA braucht weiter Unterstützung

(dpa) Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) will trotz steigender Konjunkturhoffnungen an den Finanzmärkten nichts an ihrer ultralockeren Geldpolitik ändern. Sowohl Inflation als auch Beschäftigung seien noch weit von den Zielen der Fed entfernt, sagte Notenbankchef Jerome Powell am Dienstag vor dem Bankenausschuss des amerikanischen Senats. Die Fed sei weiter bereit, ihr Arsenal an geldpolitischen Instrumenten voll auszuschöpfen, um die Wirtschaft zu unterstützen.

Trotz der konjunkturellen Erholung vom heftigen Einbruch zu Beginn der Corona-Krise bleibe der Wirtschaftsausblick sehr ungewiss, betonte Powell. Der Fed-Chef ging bei der Kongressanhörung zunächst nicht konkreter auf die gestiegenen Inflationserwartungen an den Finanzmärkten ein, die zuletzt zu deutlich höheren Anleiherenditen geführt hatten. Die Aussicht auf weitere massive amerikanische Konjunkturhilfen löst zunehmend Sorgen um einen plötzlichen Teuerungsschub aus.

Immobiliengesellschaft PSP erhöht trotz Corona die Dividende

am. Bei der Immobiliengesellschaft PSP Swiss Property ist im Jahresergebnis kein bremsender Corona-Effekt sichtbar. Zwar gewährte die Gesellschaft, die 160 Liegenschaften an meist sehr guten Innenstadtlagen im Wert von knapp 8,6 Mrd. Fr. besitzt, im vergangenen Geschäftsjahr Mietzinserlasse von insgesamt 4,6 Mio. Fr. (rund 1,6% der gesamten Mieteinnahmen). Aber weil gleichzeitig der Leerstand im Portfolio von 3,5 auf 3% gesenkt werden konnte, stieg der Liegenschaftsertrag um 5,8 Mio. Fr. auf 296 Mio. Fr. (+2%). Der Gewinn ohne Liegenschaftserfolge, d. h. ohne Bewertungsdifferenzen und den Nettoerfolg aus dem Verkauf von Anlageliegenschaften, stieg um 0,3%, was die Gesellschaft dazu motivierte, die Dividende um 5 Rp. auf Fr. 3.65 zu erhöhen.

Wie es 2021 laufen wird, ist laut PSP schwierig abzuschätzen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich die Büroflächennachfrage weiterhin auf gut gelegene und leicht erreichbare Standorte konzentrieren wird, während die Vermarktung und Vermietung an peripheren Lagen schwierig bleibe. Gar als «sehr schwierig» wird der Non-Food-Retail-Vermietungsmarkt betrachtet. Die Immobiliengesellschaft rechnet per Ende 2021 zwar mit einem nochmals leicht höheren Betriebsergebnis vor Abschreibungen, aber auch mit mehr Leerstand (4,5% statt 3%). Der höhere Leerstand – der im Quervergleich immer noch niedrig ist – wird allerdings nicht auf die Pandemie zurückgeführt, sondern darauf, dass im kommenden Herbst zufällig einige grosse Mietverträge auslaufen.

Bargeld nicht mehr wichtigstes Zahlungsmittel

Debitkarten und Kreditkarten haben in der Corona-Krise stark an Bedeutung gewonnen. Thomas White / Reuters © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung Debitkarten und Kreditkarten haben in der Corona-Krise stark an Bedeutung gewonnen. Thomas White / Reuters

tsf. Auch in der Schweiz ist Bargeld nicht mehr das wichtigste Zahlungsmittel. Wie der Online-Vergleichsdienst Moneyland am Dienstag mitteilte, werden gemäss einer neuen Umfrage kontaktlose und mobile Zahlungsmittel wie Twint deutlich häufiger genutzt als noch vor der Corona-Krise. Debitkarten und Kreditkarten haben stark an Bedeutung gewonnen. Bei Twint sei die grösste Zuwachsrate zu verzeichnen.

Konkret hat Moneyland in der Erhebung gefragt, auf welche Zahlungsmittel am ehesten verzichtet werden könne. Die Befragten konnten auf einer Skala von 1 («brauche ich gar nicht») bis 10 («ist für mich unverzichtbar») antworten. Wer die Skalenwerte 6 bis 10 gewählt hat, möchte auf das entsprechende Zahlungsmittel nicht verzichten. Zahlungsmittel mit den höchsten Werten werden von den Befragten als am wichtigsten eingestuft.

Resultat: Bargeld werde zum ersten Mal nicht mehr als wichtigstes Zahlungsmittel eingeschätzt. An der Spitze stünden Debitkarten mit 73%, vor Kreditkarten mit 71%. Bargeld folge an dritter Stelle: Darauf möchten im Jahr 2021 67% nicht verzichten – vor einem Jahr waren es noch 78% gewesen.

Die Maestro-Debitkarte möchten 53% nicht missen, danach folgt bereits Twint mit hohen 43%. Vor der Corona-Krise im Januar 2020 waren es erst 26% gewesen, die nicht auf Twint verzichten wollten.

Auf die Postfinance-Karte möchten 25% nicht verzichten, bei Prepaid-Kreditkarten sind es 20%, bei der Visa-Debitkarte beziehungsweise V-Pay-Debitkarte sind es 18% und bei der Debit-Mastercard ebenfalls 18%. Immer noch abgeschlagen sind Apple Pay (7%), Google Pay (5%), Samsung Pay (4%) und Bitcoin (3%). Auch Bezahlen mit der Uhr ist in der Schweiz noch irrelevant (4%).

Der Franken schwächelt

tsf. Der Euro hat am hat in den vergangenen Wochen an Stärke zugelegt. Erstmals seit über einem Jahr liegt der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung über 1.09 Franken. Auch gegenüber dem Dollar zeigt sich der Franken etwas schwächer. Derzeit kostet ein Dollar 0,8995 Franken. Offenbar ist die Funktion eines sicheren Hafens derzeit nicht mehr so gefragt.

Inflation in der Euro-Zone legt deutlich zu

(dpa) In der Euro-Zone hat sich die Inflation zu Beginn des Jahres deutlich verstärkt. Die Jahresinflationsrate stieg im Januar auf 0,9 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mitteilte.

Im Dezember hatte die Rate noch deutlich niedriger bei minus 0,3 Prozent gelegen. Damit wurde eine erste Schätzung bestätigt. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent.

Wichtig für die Entwicklung der Teuerungsrate sind die Energiepreise. Diese sanken im Januar zwar um 4,2 Prozent im Jahresvergleich, der Rückgang war aber deutlich schwächer als in den Monaten zuvor.

Die Kernrate (ohne Energie, Lebens- und Genussmittel) lag im Januar bei 1,4 Prozent. Im Dezember hatte sie nur bei 0,2 Prozent gelegen.

Die Europäische Zentralbank strebt für den Euro-Raum eine Rate auf mittlere Sich von knapp zwei Prozent an. Noch ist die Inflationsrate weit von diesem Wert entfernt. Die Notenbank betreibt daher eine sehr lockere Geldpolitik.

Zudem dürften die Zahlen im Januar nur bedingt aussagekräftig sein, da Sondereffekte wie das Auslaufen der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung und die Einführung einer CO2-Abgabe in Deutschland die Zahlen verzerrt haben.

Schweizer Börse stärkt sich mit einem Tool zur Analyse von Nachhaltigkeits- und Umweltdaten

tsf. Die Schweizer Börse SIX stärkt mit einer Beteiligung an Orenda Software Solutions ihr Angebot an ESG- und alternativen Daten. Orenda ist eine Informationsplattform, die auf künstlicher Intelligenz basiert. Das in Kanada domizilierte Unternehmen ist spezialisiert auf alternative Daten und Daten zu den Aspekten Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environment, Social/Society and Governance, kurz ESG). Dieser Schritt sei Teil der Strategie, Kunden dabei zu unterstützen, mehr Erkenntnisse aus Daten zu gewinnen und verwendungsfertige Daten und Analysen für schnellere und fundiertere Entscheidungen bereitzustellen, teilte die SIX mit. Die finanziellen Einzelheiten der Investition werden nicht publiziert.

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