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Britischer Notenbanker: Nie mehr Zinssatz von fünf Prozent

Handelszeitung-Logo Handelszeitung 23.02.2021 Redaktion Handelszeitung
Bank of England in der City of London: Langfristig keine hohen Zinsen. © Getty Images Bank of England in der City of London: Langfristig keine hohen Zinsen.

Laut Gertjan Vlieghe waren die Zinsen in den 1970er und 80er Jahren weltweit unnatürlich hoch. Eine ähnliche Situation sei nicht in Sicht.

Ein ranghohes Mitglied der britischen Notenbank glaubt nicht daran, dass der Zinssatz in seinem Land in den nächsten Jahrzehnten wieder auf einst übliche Werte von vier oder fünf Prozent steigt. Entsprechend äusserte sich Gertjan Vlieghe, der bei der Bank of England an Zinsentscheidungen mitwirkt, am Montagabend vor Studenten an der Universität Durham.

Auf die Frage, wann die Zinsen auf ein Niveau von vier bis fünf Prozent zurückkehren würden, sagte der 49-Jährige: «Vielleicht nicht, so lange ich lebe.» Üblicherweise äussern sich Mitglieder der Notenbank zwar auch zur Zukunft. Ein solch langer Zeitraum ist aber eher selten.

Längere Lebenserwartung drückt indirekt Zinsen

In den 1970er und 80er Jahren seien die Zinsen unnatürlich hoch gewesen, sagte der Notenbanker. Inzwischen sei es so, dass eine längere Lebenserwartung der Menschen und mehr Zeit im Ruhestand die Nachfrage nach einer sicheren Altersanlage angekurbelt hätten. Das habe die langfristigen Zinssätze in den Industrieländern sinken lassen.

Vlieghe hatte erst vor wenigen Tagen gesagt, die britische Notenbank werde im späteren Jahresverlauf oder 2022 Negativzinsen einführen müssen, sollte die Konjunkturerholung nach der Pandemie enttäuschen. Aktuell liegt der Zinssatz bei 0,1 Prozent.

(reuters/gku)

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