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Das Rote Kreuz erhält erstmals eine Präsidentin

BZ BERNER ZEITUNG-Logo BZ BERNER ZEITUNG 25.11.2021 sda/nlu

Mirjana Spoljaric Egger löst an der Spitze der international tätigen Organisation Peter Maurer ab. Sie ist seit über 20 Jahren für das EDA tätig.

Botschafterin Mirjana Spoljaric Egger löst Peter Maurer an der Spitze des IKRK ab. © Archivbild: Keystone Botschafterin Mirjana Spoljaric Egger löst Peter Maurer an der Spitze des IKRK ab.

Zum ersten Mal in der 160-jährigen Geschichte des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) wird eine Frau die Organisation präsidieren. Die Schweizer Diplomatin Mirjana Spoljaric Egger wird das Amt im Oktober 2022 übernehmen.

Die IKRK-Versammlung, das höchste Organ, habe sie für das Amt designiert, teilte die in Genf ansässige Organisation am Donnerstag mit. Spoljaric Egger wird Peter Maurer ablösen, der zehn Jahre an der Spitze des IKRK gestanden hat.

Peter Maurer übernimmt das Präsidium der Nichtregierungsorganisation «Basel Institute on Governance», die weltweit Regierungen im Kampf gegen Wirtschaftskriminalität berät. Das Institut war vom Strafrechtsexperten Mark Pieth gegründet worden.

Mit ihrer grossen internationalen Erfahrung werde die neue Präsidentin eine starke Leaderin und leidenschaftliche Fürsprecherin für von Konflikten betroffene Menschen sein, würdigte Maurer seine Nachfolgerin in einem Tweet.

Langjährige Kenntnisse des UNO-Systems

Mirjana Spoljaric Egger ist seit 2018 beigeordnete Generalsekretärin und stellvertretende Administratorin beim Uno-Entwicklungsprogramm (UNDP) und dort für Europa zuständig. Zuvor war sie Leiterin der UNO-Abteilung in Bern und verfügt über langjährige Erfahrung in der multilateralen Diplomatie und im UNO-System.

Die designierte IKRK-Präsidentin ist seit dem Jahr 2000 in verschiedenen Funktionen in den Diensten des Aussendepartementes EDA tätig. Sie hat an den Universitäten Basel und Genf Philosophie, Wirtschaft und Völkerrecht studiert. Sie ist verheiratet und Mutter zweiter Kinder.

Mit dem IKRK wird Spoljaric Egger die Leitung einer Organisation übernehmen, die mittlerweile mehr als 20'000 Personen beschäftigt und jährlich über ordentliche Mittel von rund zwei Milliarden Franken verfügt.

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