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Die Kantone wollen schneller lockern als die Briten, aber da gibt es ein Problem

watson.ch-Logo watson.ch 23.02.2021 Adrian Müller
Bricht der Bundesrat wegen des Lockerungs-Powerplay der Kantone ein? Die Zahlen lassen aufhorchen: Im internationalen Vergleich wollen etwa Grossbritannien und Israel langsamer lockern – trotz viel höheren Impfzahlen.

Punkto Lockerungen drücken die Kantone weiter aufs Gaspedal. Ob Schwyz, Tessin oder Wallis: Eine knappe Mehrheit aller Kantone will laut Vernehmlassung, dass Restaurant-Terrassen bereits am 1. März öffnen dürfen. Dies wäre einen Monat früher als vom Bundesrat geplant.

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Die Lockerungen der Corona-Massnahmen sind derzeit DAS Thema in ganz Europa, weshalb sich ein Blick über die Landesgrenzen hinaus anbietet. Am Montag hat der britische Premier den Lockerungsplan für Grossbritannien vorgestellt. Seni Plan: England soll bis Ende Juni alle Corona-Massnahmen aufheben. Der Lockdown soll in mehreren Schritten im Abstand von fünf Wochen aufgehoben werden.

Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg. Was auffällt: Boris Johnsons abgestufte Lockerungen gehen deutlich weniger weit als die Forderungen der Mehrheit der Schweizer Kantone.

So sollen Pubs und Restaurants im Vereinigten Königreich erst am 1. April draussen Gäste bewirten dürfen. Dies obschon die Briten eine viel höhere Impfquote vorweisen können als wir. Das zeigt die folgende Grafik.

Israels Lockerungsplan

Israels Premier stellt den «Green Pass» für Geimpfte vor. © keystone Israels Premier stellt den «Green Pass» für Geimpfte vor.

Eine Zweiklassengesellschaft etabliert sich derzeit in Israel. Das Impf-Turboland lockert die Massnahmen nur für geimpfte Personen, die einen «grünen Pass» vorweisen können. Auch in Israel sind Lockerungen der strengen Corona-Massnahmen geplant oder haben schon stattgefunden:

Deutschland bremst bei Lockerungen

Bild © keystone Bild

«Vier Öffnungsschritte ohne Jojo-Effekt»: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts der Sorgen vor einer dritten Corona-Welle erneut für eine vorsichtige Strategie bei möglichen Öffnungen plädiert.

Öffnungsschritte müssten gekoppelt mit vermehrten Tests klug eingeführt werden, sagte Merkel am Montag nach Angaben von Teilnehmenden in Online-Beratungen des CDU-Präsidiums. «Die gute Entwicklung, die uns über längere Zeit täglich sinkende Infektionszahlen beschert hat, ist im Moment vorbei. Die Zahlen steigen wieder», sagte ihr Sprecher an einer Medienorientierung.

«Die gute Entwicklung, die uns über längere Zeit täglich sinkende Infektionszahlen beschert hat, ist im Moment vorbei. Die Zahlen steigen wieder.» //Steffen Seibert, Sprecher von Angela Merkel

Merkel nannte offenbar noch keine Details des Lockerungsplans. Und machte demnach deutlich, dass sie drei Bereiche sehe, für die man Pakete einer Öffnungsstrategie schnüren müsse. So gehe es zum einen um den Bereich der persönlichen Kontakte, zum zweiten um das Thema Schulen und Berufsschulen sowie um ein drittes Paket mit Sportgruppen, Restaurants und Kultur. Ziel sei es, Pakete zu schnüren, um Öffnung möglich zu machen und dann anzupassen.

Mit Material von sda/dpa

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