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Einsatzkräfte filmen perfekte Rettungsgasse

20 Minuten-Logo 20 Minuten vor 4 Tagen

Bei einem Unfall in Gossau SG verstarb ein Mann am Mittwoch noch vor Ort. Viele Gaffer zückten ihre Handys. Doch es gibt auch etwas Positives zu berichten.

In einem Post bedankt sich die Berufsfeuerwehr St. Gallen am Donnerstag auf Facebook für die gebildete Rettungsgasse am Mittwoch in Gossau SG. Kurz vor 17 Uhr kam es zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein Lieferwagen-Chauffeur stellte sein Fahrzeug auf der Autobahn auf dem Pannenstreifen ab, weil er keinen Treibstoff mehr hatte. Der 34-jährige Chauffeur verliess daraufhin das Fahrzeug. In der Zwischenzeit fuhr ein Kleinbus in Richtung Zürich und gelangte aus bislang unbekannten Gründen auf den Pannenstreifen. Dort prallte er in den verlassenen Lieferwagen. Nach dem Aufprall kippte der Kleinwagen zur Seite. Der 26-jähriger Mitfahrer verstarb beim Unfall, der 49-jährige Fahrer wurde leicht verletzt.

«Trotz des starken Feierabendverkehrs gelangte die Berufsfeuerwehr St. Gallen schnellstmöglich zur Unfallstelle», heisst es im Post. Dies sei vor allem den Verkehrsteilnehmern zu verdanken, die die nötige Rettungsgasse gebildet hätten (siehe Video). Leider sei dies noch immer nicht selbstverständlich.

Aufgaben der Feuerwehr

Am Unfallort angelangt, zogen die Einsatzkräfte der Feuerwehr eine Strassensicherung auf und gewährleisteten den Brandschutz, da diverse Flüssigkeiten aus dem verunfallten Kleintransporter ausgelaufen waren. Zudem stellte die Feuerwehr Sichtschutzwände gegen Gaffer auf.

Nachdem die Rechtsmedizin und Staatsanwaltschaft die Unfallstelle freigaben, übernahmen die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr die Bergung der tödlich verletzten Person, wie es auf der Website heisst. Die Berufsfeuerwehr stand mit zehn Leuten während rund fünf Stunden im Einsatz.

Gaffer mit Handy am Steuer

Zwar war die Rettungsgasse geglückt, zahlreiche Gaffer sorgten jedoch für haarsträubende Szenen wie folgendes Video eindrücklich zeigt:

Diverse Gaffer zückten am Steuer ihr Handy. (Video: BRK News)

Die Kantonspolizei St. Gallen hat Kenntnis von den Aufnahmen und geht der Sache nach. Einige Gaffer seien bereits vor Ort aus dem Verkehr gezogen worden. Sie werden bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht.

Kapo Sprecher Florian Schneider verurteilt das Verhalten der Gaffer aus Schärfste: «Solch ein Verhalten gefährdet massiv die Verkehrssicherheit und wird nicht toleriert.» (taw)

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