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Merkel und Trudeau bekräftigen Wichtigkeit von NATO

sda-Logosda 17.02.2017 ne,dc
Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel (l.) und Kanadas Premierminister Justin Trudeau im Kanzleramt in Berlin. © Keystone Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel (l.) und Kanadas Premierminister Justin Trudeau im Kanzleramt in Berlin.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat am Freitag in Berlin Kanadas Premierminister Justin Trudeau empfangen. Die beiden betonten die Wichtigkeit der NATO und sprachen sich gleichzeitig für breit angelegte Bemühungen um die internationale Sicherheit aus.

"Militärische Aktionen alleine werden keine Krisen lösen", sagte Merkel nach den gemeinsamen Gesprächen. Nötig seien auch politische Anstrengungen, Entwicklungshilfe sowie innere Sicherheit und gute Regierungsführung in Ländern, die von Spannungen betroffen seien.

Merkel begrüsste, dass auch bei der Münchener Sicherheitskonferenz so breit diskutiert werde, etwa auch mit dem Aspekt finanzieller Stabilität. Die Kanzlerin wurde am Freitagabend in München erwartet.

Weiter hob Merkel die Bedeutung der NATO für die USA hervor. "Auch die Stärke der Vereinigten Staaten von Amerika ist durch die NATO eher gewachsen."

US-Verteidigungsminister James Mattis hatte jüngst in Brüssel den NATO-Partnern mit weniger Engagement gedroht, falls diese nicht ihre Militärausgaben erhöhen. Die NATO-Staaten sollten sich des Wertes des Bündnisses bewusst sein, sagte Merkel.

Sie erinnerte daran, dass Deutschland in diesem Jahr seinen Verteidigungsetat bereits um 8 Prozent erhöht habe. Die Zusage, die Verteidigungsausgaben auf 2 Prozent der Wirtschaftsleistung zu erhöhen, gelte.

Für die Frage der Sicherheit weltweit sei das Verteidigungsengagement wichtig. Sie verwies aber auch auf die Bedeutung von Krisenprävention und Entwicklungshilfe.

Trudeau sagte ebenfalls, Kanada unterstütze das 2-Prozent-Ziel. Er merkte aber an, dass das Engagement in der NATO nicht allein am Verteidigungsetat gemessen werden könne. Auch die Entsendung von Truppen gehöre dazu.

Gute transatlantische Beziehungen lägen "im ureigensten deutschen Interesse", sagte Merkel weiter - unabhängig davon, wer in den USA regiere. In diesem Geist würden auch künftige Begegnungen mit US-Präsident Donald Trump stattfinden.

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